Nachklapp (2): zbw-Fachtagung zu Change Prozessen

Zum Workshop 1 der zbw-Fachtagung in Nürnberg zu Change Prozessen traf man sich unter dem Titel „Fast Forward! Eine Hochleistungskultur aktiv gestalten“. Referent war Thomas Kreisel, Personalentwicklung und Akademie der Rodenstock GmbH.

Eine bereits erfolgreiche Marke noch erfolgreicher zu machen – ist das als Change zu bezeichnen? Oder nicht eher als eine Zukunftsvorsorge in Zeiten der weltweiten Finanzkrise zu verstehen?

Wandel

Der Wandel, den der Referent beschreibt, zielt deshalb auch „lediglich“ auf eine klarere unternehmerische Ausrichtung hin, so jedenfalls war das mein Eindruck. Das manifestiert sich zum Beispiel im Slogan „Besser sehen, besser aussehen“. Er wird künftig auf den ersten Teil verkürzt.

Die Change-Ansage „Fast Forward“, also im Sinne von „Leinen los“, wird als weltweites Unternehmensprogramm, gekoppelt mit einem Leistungsversprechen, strategisch eingeführt. Bei Vertriebsniederlassungen in über 80 Ländern ist das sicherlich kein leichtes Unterfangen. Das Change-Programm beinhaltet im Kern dazu Workshops zur Frage „Wie werden wir die Veränderung umsetzen?“ Weiterlesen »

Nachklapp (1): zbw-Fachtagung zu Change Prozessen

Wie im letzten Beitrag versprochen, hier ein kurzer Bericht zur Fachtagung des Zentrums für betriebliches Weiterbildungsmanagement (zbw) vom 19.11.2009 in Nürnberger Sheraton Hotel Carlton. Die Zielgruppe waren klein- und mittelständige Unternehmen und ich wollte mal sehen, was ich für unsere Non-Profits als Impulse mitnehmen kann.

„Bewegen, verändern, erneuern: Change Prozesse gestalten“ – so das Motto der Tagung, zu der sich rund 70 Interessierte – überwiegend männlich – angemeldet hatten.

Eine knackige Einführung in die Grundideen und Trends zum Change-Management lieferte Prof. Dr. Susanne Rank aus der Fachhochschule Mainz. Sie stellte zu Beginn die wesentlichen Fragen vor, deren Beantwortung einen erhellenden Einblick in die Situation bzw. den Willen zur Veränderung bieten. Ein paar daraus zu beantworten ist auch für Non-Profit-Organisationen sinnvoll – hier eine kleine Liste:

  • Wie dringend war die [in den letzten 6 Monaten erfolgte] Veränderung?
  • Was glauben Sie, wie sehr Ihre Mannschaft, Führungskraft und Mitarbeiter/innen, die Veränderungsziele verstanden haben?
  • Wie stark war die Beteiligung Ihrer Mannschaft am Change?

Der Erfolg, so Rank, ist an einer einfachen Formel zu messen: inhaltliche Qualität mal Akzeptanz. Veränderungsprozesse managen heißt also, bewusstes und systematisches Gestalten der inhaltlichen Konzeption und der sozialen Integration in die Unternehmenskultur. Letzteres bedeutet das „Wie“ sowie die „Soft Facts“.

Der geplante, durchgeführte, kontrollierte Change Management umfasst die gewollten Veränderungen in Strategie, Prozessen, Organisation, Denkweisen und Verhalten. Die Ziele sind – wie so oft – Effektivität, Effizienz und Akzeptanz zur Maximierung von ganzheitlichen Veränderungsmaßnahmen und -prozessen.

Fünf Schritte braucht es dazuInformieren, Klären, Überzeugen, Einbeziehen, Handeln.

Oder anders gesagt: Kenntnis, Verstehen, Akzeptieren, Commitment, Umsetzung.

Oder bildlich gesprochen: in die Augen, in den Kopf, ins Herz, ins Verhalten, in Aktion.

Die Schrittdimensionen betreffen die Intensität des Prozesses im Zusammenhang zu Zeit- und Zielvorgaben.

Besonders angetan haben es mir (wieder einmal) die „Four Rooms of Change“ nach Claes F. Janssen. Diese „Vier Zimmer der Veränderungen“ heißen: Raum der Selbstzufriedenheit, der Ablehnung (mit Abdriftung in den „Kerker der Ablehnung“, der Verwirrung (mit dem Untergeschoss „Paralyse“) und – dem erstrebenswerten Raum! – der Erneuerung. Nebenbei finden wir den „Sonnenraum“ und die „Tür in die falsche Richtung“. Na? Wo stehen Sie gerade, wo steht Ihr Team? Kucken Sie mal hinter die Türen …

Eine Folie, die sicher einige Irritationen in der Wahrnehmung von Ist-Zuständen erklären dürfte, betraf die Emotionale Reaktion auf Veränderungen“, die so genannte „Change Kurve“.

Sie beschreibt die Veränderungsphasen von der „Ankündigung der Veränderung“ bis zur „Implementierung der neuen Welt“. Dabei durchschreitet sie ein „Tal der Tränen“. Dieses tiefe Tal, aber auch alle anderen Phasen wie „Abwehr, Ärger“ bis hin zu „Integration, Selbstvertrauen“, werden je nach „Top-Manager“, „Manager“ oder „übrige Mitarbeiter“ zu unterschiedlichen Zeiten durchschritten. Im Extremfall kann das bedeuten, dass die Führung bereits mit der Intergration des Change zugange ist, während die Mitarbeiter/innen sich noch im Schockzustand der zu erwartenden Veränderungen befinden.

Fazit: Der flotte Einstieg in die Fachtagung war inspirierend. Ein paar der Bilder werden sicherlich in unser Innovationsmanagement-Seminar mit einfließen. Zum Beispiel am 18.01.2010 in Bamberg.

Im nächsten Weblog-Beitrag lasse ich Sie am Workshop 1 zu „Fast Forward! Eine Hochleistungskultur aktiv gestalten“ teilhaben. Referent war Thomas Kreisel, Personalentwicklung und Akademie der Rodenstock GmbH. Bis bald!

Fachtagung Change-Prozesse

Change„Bewegen, verändern, erneuern: Change-Prozesse gestalten“. Unter diesem Titel vereinen sich ein Impulsvortrag zu den Grundideen und Trends im Change Management sowie vier parallele Workshops. So werde ich am Do., 19.11.2009 in Nürnberg der Einladung zur Fachtagung (PDF, 505 KB) des Zentrums für betriebliches Weiterbildungsmanagement, zbw folgen, um für Sie tagesaktuell zu bleiben.

Denn in diesem Jahr hat das WEGA-Team ein neues Seminar erfolgreich eingeführt: Auf zu neuen Zielen: Ideen, Impulse, Innovationsmanagement. Innovationsmanagement ist in aller Regel auch mit dem einen oder anderen Wechsel und mit Veränderungen verbunden. Mir ist durchaus bewusst, dass eine Fachtagung aus dem Wirtschaftsbereich nicht gleichzusetzen ist mit dem Changemanagement in Non-Profit-Institutionen. Und doch rechne ich fest damit, in Nürnberg aufschlussreiche Erkenntnisse und Einsichten zu erhalten, die ich in unser nächstes Innovationsseminar (Mo., 18.01.2010 in Bamberg) einbauen werde.

Melden Sie sich bereits jetzt bereits an [PDF-Formular], denn das Jahr ist schneller vorbei, als uns lieb ist!

Weitere Themen und Termine in Bamberg

pixelio.de | © Klaus-Uwe Gerhardt

„Keine Schule mehr ohne eigene Bibliothek“

LesekindDie ersten Schulbibliothekstage Bayerns und Schleswig-Holsteins noch erinnerlich, findet folgendes Zitat der Bundesbildungsministerin Annette Schavan anlässlich der Aktion „Deutschland liest. Treffpunkt Bibliotheken“ hier sicher ein geneigtes Lesepublikum:

„Als kommunale Aufgabe, als Teil des kommunalen Kulturauftrags, ist da viel passiert“, sagte Schavan. „Jetzt geht es darum, in der Tat die Bildungsdebatte nicht nur theoretisch zu führen, sondern dafür zu  sorgen, dass zum Beispiel keine Schule mehr ohne eigene Bibliothek ist. Eine Bibliothek gehört mitten in die Schule. Wenn die Bibliothek sich nicht in der Schule befinde, dann müsse der Weg zur nächsten Bibliothek kurz sein.“

[via deutschlandradio kultur]

pixelio.de | © momosu

Nachklapp: Sponsoring-Workshop am 1. SBTSH 2009

Sponsoring_Diskussion

Tagungstaschen

Als Referentin für den Programmpunkt Sponsoring? Sponsoring! – Drittmittelbeschaffung für Schulprojekte anlässlich des 1. Schulbibliothekstag Schleswig-Holstein am 4.11.2009 hatte ich versprochen, meine jeweils 45-minütigen Workshops zu dokumentieren. Damit sich die Arbeit mehrfach lohnt, kommen nun auch die Leser(innen) und Kund(inn)en des WEGA-Teams in den Genuss der Ergebnisse. Falls es Sie also interessiert, was man so alles in einer Dreiviertelstunde an Erkenntnissen gewinnen kann, dann hier klicken: Weiterlesen »