Das gleiche tun, nur aufmerksamer …

… oder auch intensiver, genussvoller, kreativer … na, so oder ähnlich las ich irgendwo diesen Spruch. Und stehe wieder einmal im Hauptbahnhof Berlin (kein Mensch sagt Lehrter Bahnhof -oder doch?!) und betrachte aus meiner S7-Warteposition heraus den DB-Turm. Strukturen haben es mir angetan, aus einer Laune heraus fotografiere ich ihn. Und jetzt zum Spruch. Hier das Ergebnis via deepart.io.

 

Warming-up mit der G7

Fachhochschule PotsdamKeine Sorge – nach der eher verhalten erfolgreich eingeführten  G8 wird es nicht auch noch eine G7 geben. Es handelt sich vielmehr um das Kürzel des Wahlmoduls „Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising“ im Fernweiterbildungsgang Bibliotheksmanagement. 11 Teilnehmende und ihre Lernbegleiterin (Dozentin) Ilona Munique – wir hatten bei gefühlt 15° Grad einen wahrhaft warmen Start am 22. November 2016 in der der Fachhochschule Potsdam.

FHP-Teilnehmende G7-W04Ich hoffe, dass wir weiterhin Wohlfühltemperaturen miteinander erleben  und sich das Interesse fürs Thema bis in den Mai hinein nicht abkühlen wird. Sei es mit spannenden Antworten auf die in die Lerneinheiten eingestreuten Fragen und Gedankenimpulse oder mit inspirierenden Feedbackantworten und nachfolgend erkenntnisreichen Hausarbeiten. Gefriergetrocknetes Fachwisseninput war gestern, kolaborative Erkenntnissuche hat einfach höhere Chancen auf Wiederverwertbarkeit.

FHP-Teilnehmende G7-W04Ja, ich freue mich auf den neuen Kurs und erhoffe mir viele Aha-Effekte und freudiges Staunen vor meinem Bildschirm-Cockpit in Bamberg und bei den Teilnehmenden in Nord-Ost-Süd-West.

Let’s start und viel Erfolg uns allen!

P. S.: Wieder viel die Mehrheitsentscheidung für Sponsoring statt Crowdfunding.

P. P. S.: Diesmal mit 7 Teilnehmenden mehr ÖB-ler als WB-ler im Kurs.

P. P. P. S.: Ich habe den Eindruck, Moodle macht sich. Danke an das Technik-Team der FH!

Open Space zur Öffentlichkeitsarbeit im Miniformat

122203-fobi-koeln-oea-1116-teilnSo manch‘ einer mag sich nicht getraut haben, sich zum für den Bibliotheksbereich noch weitesgehend unbekannten Veranstaltungsformat wie Open Space anzumelden. Mit 11 Teilnehmenden, bis auf eine Ausnahme aus Wissenschaftlichen Bibliotheken, war das Format daher nur ansatzweise zu erfüllen, es ließ sich dennoch ergebnisreich arbeiten. Der Austausch zwischen den Öffentlichkeitsarbeiter(inn)en, also das kollegiale Lernen, stand dabei im Vordergrund.

In der Rotunde der TU Köln hatten wir Platz in Hülle und Fülle, so dass sich die drei bis vier Gruppen ungestört voneinander „workshopen“ konnten. Themenpool zur ÖffentlichkeitsarbeitSie widmeten sich 7 von 9 favorisierten Bereichen ausgiebiger, wobei den größten Zeitraum der Umgang mit und im Social Media-Bereich, hier vor allem im Handling von Facebook lag. Die Ergebnisse werden im Anschluss jeweils mit einer zusammenfassender Dokumentation, weiteren Inputs sowie Literaturlisten ergänzt.

Der Veranstalter, die ZBIW, kann es sich durchaus vorstellen, dieses Format noch einmal, dann jedoch zweitägig anzubieten. Die Fülle an Themen zu Öffentlichkeitsarbeit ist schließlich enorm.

Das 1-2-3-Spiel nach dem Suppenkoma

1-2-3-Spiel in Pankow
Bibliothekar(inn)en sind nicht immer so begeistert von Spieleeinlagen, die der Auflockerung und dem Wieder-Ankommen oder der Konzentration dienen. Dennoch – haben sie sich erst mal darauf eingelassen, ist die Gaudi meist hoch. Für sehr große Gruppen gibt es allerdings häufig das Problem, dass der Platz nicht reicht, um  Aktionen wie Bälle zuwerfen o. ä. zu unternehmen.
Das völlig ohne Hilfsmittel auskommende (ich nenne es  „1-2-3-Spiel“ hatte ich erst kürzlich von Danilo Vetter (Bibliotheken Berlin-Pankow) wieder in Erinnerung gebracht bekommen und endlich auch  ausprobiert. So nach der Mittagspause holt es die Konzentration zurück, schafft Heiterkeit und sorgt – je nach Einsatzfreude – sogar für ein wenig Fitness. Mit 63 Personen in Pankow und 20 in Arnsberg war die Teilnehmeranzahl auch groß genug für den Spaß.
Und so geht’s:
  1. In zwei Linien sich paarweise gegenüberstellen.
  2. Runde 1: Eine Reihe ruft die Ziffer „1“, daraufhin die gegenüberliegende „2“ und (wiederum) die erste Reihe „3“.
  3. Woraufhin die zweite Reihe mit „1“ beginnt und als Antwort die „2“ erhält, usw. Also immer schön abwechselnd. Hat man das so langsam drin, geht’s in den nächsten Level.
  4. In der 2. Runde wird die Ziffer „1“ durch eine Figur ersetzt, z. B. ein Handheben, eine Kniebeuge, ein Kopfneigen … Jede Person darf für sich entscheiden, es muss also nicht die ganze Linie dasselbe nachahmen. Die Ziffern 2 und 3 werden weiterhin normal ausgerufen, immer abwechselnd. Hat man auch dieses gemeistert, wird’s wieder einen Ticken schwieriger:
  5. In der 3. Runde wird auch die Zwei mit einer Figur ersetzt, in der 4. Runde außerdem die Drei, sodass am Ende nur noch „gezappelt“ wird, nicht jedoch gesprochen.
Probiert’s aus, ist wirklich lustig!

Und wenn wir bereits von Arnsberg hier sprechen – ich wurde bereits mehrfach danach gefragt, ob denn nun die Arnsberger Stadtbibliothek mit ihren Standorten Arnsberg, Hüsten und Neheim fertig mit ihrem neuen Bibliothekskonzept samt Leitbild fertig sind. Ja, alles gut! Wir haben’s geschafft und dürfen stolz auf uns sein. Nach der offiziellen Veröffentlichung melde ich mich dazu noch einmal.

Leitbild. Der rote Faden durchs Labyrinth der Arbeitswelt

Leitbild. Der rote Faden durchs Labyrinth der Arbeitswelt

Grafik generated by The Maze Generator Website (http://www.mazegenerator.net/). Text: Ilona Munique, Das WEGA-Team, Bamberg

Wenn in Sachen Personal- und Organisationsentwicklung der Weg selbst das Ziel sein darf, so ist ein Leitbildprozess derzeit immer noch und immer wieder das beste Mittel der Wahl, um sich Durchblick im Labyrinth der Arbeitswelt zu verschaffen.

Der Leitbildprozess, der einem einen roten Faden in die Hand gibt, endet nicht einfach mit dem Erreichen des Ziels einer Leitbildformulierung, sondern ist Ausgangspunkt für einen Start auf neuen Wegen und mit definierten Zielen. Ergänzend, begleitend und abgleichend hierzu dienst die Konzeptionelle Planungsmethode GLORIA-E, die ich in einem gesonderten Beitrag erörtern werde.

 

Doch zunächst gratuliere ich der Arnsberger Stadtbibliothek mit ihren Standorten Arnsberg, Hüsten und Neheim zum fertigen Leitbild und bedanke mich herzlich für die gemeinsame Zeit und das sehenswerte Ergebnis!

Ihre Wegbegleiterin
Ilona Munique

Zutrauen auch in große Gruppen will gelernt sein

Vielleicht geht es ja nicht überall und bei jedem, doch in Pankow hat’s geklappt. 61 Bibliothekar(inn)e(n) erhielten die Aufgabe, eine Reihe von Aussagen zu bewerten. Das feindifferenzierende Punktesystem, das ich verwende, ist durchaus anspruchsvoll im Handling: 1x 3 Punkte, 2x 2 Punkte und 2x 1 Punkt darf pro Kärtchen vergeben werden, Häufelungen sind nicht zugelassen.

Pankower Bibliothekskolleg(inn)enWie lässt sich das bewerkstelligen, wenn alle ihre Punkte selbst aufkleben sollen? Hintereinander geht natürlich schon aus Zeitgründen nicht. So sollte Stuhlreihe für Stuhlreihe gleichzeitig nach vorne kommen, was etwa 6-8 Personen entsprach. Wer fertig war, durfte in den hinteren Raum, um sich am Bufett zu bedienen. Was – nebenbei gesagt, die Pankower Kolleg(inn)en selbst bestückt hatten.

Punktbewertung in der GruppeZunächst bat ich sie noch selbst heraus. Doch dann ließ ich es laufen. Und war erstaunt, wie reibungslos das verlief. Binnen gestoppter 14 Minuten (ich bat um eine Zeitnahme) waren alle fertig damit. In weiteren 10 Minuten unter Zuhilfenahme angebotener Dienste zählten wir die zahlreichen kleinen grünen Punkte aus. Das Sams hätte seine Freude daran gehabt.

Punkteabgabe einer GruppeIch lerne immer mehr, Zutrauen zu entwickeln, auch unter Umständen, die nach „Kontrolle“ und „Anleitung“ geradezu brüllen. Danke, Pankow, für diese Lektion. Und wäre es schief gegangen, hätte ich das Steuer ja jederzeit wieder in die Hand nehmen können. Das Zutrauen in die eigenen Leistungsfähigkeit muss ich allerdings nicht mehr lernen. DIESE Lektion sitzt. Manchmal auch zu gut. Auch von daher war diese Lehre eine positive.

Allerdings – eine gute Vorbereitung ist nie verkehrt. So empfahl ich, sich die Kärtchen, die bepunktet werden möchten, auf einen Zettel zu notieren und mit nach draußen zu bringen. Denn so dicht vor der Tafel und inmitten der anderen verliert man leicht schon mal den Überblick. Wir jedenfalls behielten ihn an diesem spannenden Fortbildungstag, der für uns alle sicherlich viele frische Impulse brachte.

Perfekte Kundenorientierung und ein Moderatoren-Einkaufstipp

Beispiel für Einsatz ModerationskärtchenEs ist perfekt kundenorientiert, wenn ein Lieferant keine Nachrechnung stellt, obwohl er es könnte! Was war geschehen?
Eine umfangreichere Papierbestellung, Kartone in mehreren Farben, kam in zwei Paketteilen an. Das große Paket wurde meinem Büro von unseren Nachbarn übergeben, das zweite kleinere Päckchen dabei übersehen. Aufgefallen ist es mir erst ein paar Tage nach dem Erhalt, als ich von meiner Dienstreise zurückkam und mich auf die nächste Moderation vorbereitete. Da brauchte ich denn auch die verschiedenen Papierfarben und es fehlte das Grün!

Ich griff zum Telefon und forderte den fehlenden Posten beim Lieferanten an, der sich zu Recht wunderte, denn auf dem Lieferschein hatte doch alles gestimmt. Dennoch bekam ich postwendend ohne viel Getue eine unberechnete und portofreie Nachlieferung.

Einsatz grünes KartonpapierTage später brachten die Nachbarn uns das vermisste Päckchen. Und daher wollte ich nun die Nachlieferung bezahlen. Mir war dabei wichtig, dass niemand in der Firma umsonst beschuldigt wurde, schlampig gearbeitet zu haben.

Doch als ich die Firma, nämlich Papier-Direkt, anrief, wollte man großzügigerweise von einer Berechnung absehen. Zu viel Aufwand, und man würde sich freuen, einen zufriedenen Kunden gewonnen zu haben. Das haben Sie!

Ich finde, dass ist unseren Applaus und gerne auch etwas Werbung meinerseits wert! Ganz abgesehen davon, dass das Papier*, verwendet als tintenstrahlbedruckbare Moderatorenkärtchen (siehe Einsatzfotos!), auch noch erstklassig ist! DANKESCHÖN!

*Nähere Details zum Kauf:

Clairefontaine Trophée Pastell
Bestellnummer: PMA1P
Farbiges Laserdrucker- und Kopierpapier in Pastellfarbtönen
Grammatur 160 g/m²