Lehrinhalte für Bibliotheken

  1. Öffentlichkeitsarbeit
  2. Bestandsmanagement
  3. Veranstaltungsmanagement
  4. Pädagogik
  5. Konfliktmanagement

Das sind die Themen in absteigender Reihenfolge, die als Lehrinhalte für Öffentliche Bibliotheken von mehr als 180 befragten Personen genannt wurden.

Wenn das doch Lehrinhalte sind – warum bietet das WEGA-Team einige davon als Fortbildungen an? Braucht’s das denn noch?

Nun, „Öffentlichkeitsarbeit“ war der Aufhänger, mit der das WEGA-Team vor 15 Jahren seine Dienstleistungen anbot. Corporate Design für Bibliotheken wurde damals noch nicht sonderlich als notwendig erachtet, und wenn, dann fehlte das Geld dafür. Durch zahlreiche „Pionier-„Seminare zum Thema stieg jedoch das Bewusstsein für die Notwendigkeit, sich gegenüber anderen kulturellen Institutionen in der Öffentlichkeit sichtbar abzugrenzen.

Mittlerweile ist Öffentlichkeitsarbeit fester Bestandteil des Studiums und auch der Ausbildung. Und da die Mehrzahl an Bibliotheken mittlerweile ein CD entwickelt hat, sind die grafischen Leistungen des WEGA-Teams auch nicht mehr so dringend notwendig. Seit 2008 haben wir daher diesen Dienst praktisch eingestellt … bis auf wenige Ausnahmen. Weil’s mich als gelernte Dtp-Fachfrau halt ab und zu doch noch bizzelt, ein schönes Logo und das ganze Drumherum zu entwerfen.

Fortbildungen finden jedoch weiterhin studien- bzw. ausbildungsergänzend zu den Themen Pressearbeit und Webtexten statt. Außerdem wird gerade in letzter Zeit vermehrt Imagegestaltung angefragt, vor allem für Bibliothekar/inn/en, deren Studium bzw. Ausbildung eben schon länger zurück liegt. Oder für kleinere Bibliotheken mit nebenamtlichen oder mit älterem Personal und für Seiteneinsteigende. Auch Schulbibliotheken zeigen „Aufholbedarf“. Wir bieten daher an, Ohne Bares sichtbar werden: Publicity für Schulbibliotheken. Der Renner der ersten fünf WEGA-Team-Jahre – und in jüngster Zeit erneut – ist: Meine Bibliothek kann sich sehen lassen. Denn neue Dienste wie Webblogs und Social Networking müssen in die Außendarstellung integriert werden. Und da kann es nicht schaden, sich generell einen Rundumblick zum Thema Öffentlichkeitsarbeit in neuen Zeiten zu verschaffen.

Da Bestandsmanagement zu den „klassischen“ Bibliotheksinhalten zählt, war es nie Thema des WEGA-Teams, die wir uns den bibliotheksunterstützenden Konzepten und Fortbildungen verschreiben haben.

Zum „Veranstaltungsmanagement“, so hatte ich es im vergangenen Jahr hier im Weblog angekündigt, sollte es ein eigenes Seminar geben. Doch gerade, weil es eben auch Lehrinhalt ist, hatte ich es bisher nicht eilig, es ins Programm einzuführen. Mag sein, ich tue es noch. Denn einige Instrumente und Vorgänge, die das WEGA-Team als Seminar Fortbildungsplanung, Bildungsmanagement anbietet, können übernommen werden. Ach, ich halte mir das einfach noch offen. Kommt auch auf die Nachfrage an.

Pädagogik  – hm, was genau wird bei der Abfrage hierunter verstanden? Das ist nicht genauer spezifiziert. Aufgeführt wurden „Klassenführungen“ und „(sozial-)pädagogischer Bereich“. Gemeint sein dürfte wohl ganz allgemein „das Umgehen mit Kindern und Jugendlichen“. Nein, dazu bietet das WEGA-Team nichts an. Eher schon zum Aspekt des „Erwachsenenlernens“. Im Diplom-Studiengang zur Erwachsenenbildnerin ist Pädagogik enthalten. Der Aspekt wird also immer ein Stück weit durch die Trainerin eingebracht werden. Am ehesten trifft es unsere Fortbildung Train the Trainer, Teach the Teacher.

Konfliktmanagement, worunter auch Beschwerdemanagement zu verstehen ist, ist im WEGA-Team in Form von „Basics“ aufgegriffen. Kommunikation im Team, Kundenkommunikation im Alltag meistern und Soft Skills – soziale Kompetenz im Team setzen von innen und grundsätzlich an, um Konflikte zum einen nicht erst entstehen zu lassen, und zum anderen, falls doch erfolgt, sie erfolgreich zu beenden, mindestens jedoch mit ihnen adäquat und souverän umgehen zu können.

Und machen wir uns nichts vor – im Studium theoretisch erlernt heißt nicht, nach vielen Jahren (manchmal auch zermürbender) Alltagspraxis Konflikte jederzeit meistern zu können. Da darf es ruhig hin und wieder eine Auffrischimpfung in Form von Fortbildung geben. Miteinander umgehen kann man immer wieder neu erlernen. Einem Muskel gleich, der auch immer wieder neu aktiviert und aufgebaut werden muss, um in Form zu bleiben.

Die Antwort also lautet: manche Themen kann man im Studium nur anreißen und sollten nachfolgend und bei Bedarf vertieft werden. Manches kann man immer wieder neu erlernen. Daher braucht es das WEGA-Team für Fortbildungen, die das Studium und die Ausbildung ergänzen und auffrischen. Die Aufträge jedenfalls gehen uns nicht aus, und auch nicht die Freude daran, mit dazu beizutragen, dass Bibliotheksarbeit leichter, schöner und erfolgreicher wird. Zur Freude der Kolleginnen und Kollegen und der Nutzer/innen einer Bibliothek!

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