Fotografieren verboten!

Wien, Prunksaal der ÖNB

Sowohl im beeindruckenden Augustiner-Lesesaal der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB) an der Hofburg als auch in der wegen des 100 Meter langen Bildfrieses „Triumphzug“ einzigartigen Ausstellung „Kaiser Maximilian I. und die Künste der Dürerzeit“ herrschte Fotografierverbot. Hart, hart, hart … aber verständlich.

Wien als Seminarort … das heißt für die Referentin in vielerlei Hinsicht, Zähne zusammen beißen! Das geht nur mit weiteren eisernen Regeln:

  1. Gib in Kärtnerstraße, im Graben oder der Mariahilfer Straße etc. nicht mehr aus, als du am Seminartag verdient hast.
    Bedenke, du musst Deine Hotelrechnung im 1. Bezirk noch begleichen.
  2. Presse am Naschmarkt, im Cafe Central, im Plachutta oder Figlmüller etc. nicht mehr in dich hinein, als dir gut tut.
    Bedenke, mit vollem Bauch lässt sich schlecht referieren!
  3. Schleppe nach dem Besuch von Albertina oder dem MuseumsQuartier etc. keine dicken Ausstellungskataloge durch die Lande.
    Bedenke, du kannst derlei gewichtige Werke auch in deiner Buchhandlung vor Ort bestellen!
  4. Gehe nach dem Besuch von Simpl-Kabarett, Violinkonzerten und Oper etc. schnurstracks (nach einem kleinen Umweg über ein Beisel) ins Bett.
    Bedenke, dass du nur ausgeruht gute Leistung bringen kannst.
  5. Verweile in der Mittagspause nicht mehr als drei ausgiebige Augenblicke in weltberühmten Lesesälen, die dir exklusiv von Kolleginnen der ÖNB gezeigt werden.
    Bedenke, die restlichen Teilnehmenden deines Seminars sind möglicherweise pünktlicher als du.
  6. Blicke nicht ständig aus dem Fenster, auch wenn du einen herrlichen Ausblick auf das Hofburgareal genießt.
    Bedenke, dass der Blickkontakt mit den Teilnehmenden wichtiger ist!
Wien, ÖNB (Rückseite)

Wien, Rückeingang (!) der ÖNB

Erschwerte Bedingungen, die ich jedoch gerne eingegangen bin, zumal der zügellose Rest für alles entschädigt hat.

Das Thema des offenen Seminars aus dem Brain-Pool der ÖNB war „Soft Skills“ mit Schwerpunkt Team- und Gruppenbildung und Kommunikation als weichenstellende Kompetenz. Das waren die Inhalte:

  • Was ist ein „optimales“ Team und wie sieht die Teamsituation bei uns derzeit aus?
  • TZI, Themenzentrierte Interaktion als Methode („Ich-Wir-Es-Umfeld“) zur Gruppenleitung
  • Soft Skills – welche gibt es, welche habe ich, welche will ich weiterentwickeln, im Hinblick auf die Gruppenanforderungen?
  • Welche Auswirkung hat mein eigenes Arbeitsverhalten auf die Gruppe? Was sind meine persönlichen inneren Antreiber?
  • Wie ist es um meine innere Haltung bestellt, um Krisensituationen zu meistern und eine gelungene Kommunikation zu führen?
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