Snapshot 1997

Geschichten aus 15 + 1 Jahr WEGA-Team.

[ 1997 ] Offizielle Gründung des WEGA-Teams, einer Arbeitsgemeinschaft von Freiberuflichen durch Ilona Munique in Postbauer-Heng (Bayern) unter dem Slogan „Werben fürs Ganze”. Die Gründerin, zwar bibliothekserfahren, jedoch (noch) ohne grafische Weihen, wird von ihrer Teamkollegin und Kommunikationsdesignerin Sabine Bollwein darüber aufgeklärt, warum es kein „helleres” Blau gibt, sondern lediglich Tonwertreduzierungen in Prozentstufen. „Man lernt nie aus”, sagt sich Munique, und beschließt, eine zweite Ausbildung zu absolvieren.*

Da schüttle ich heute den Kopf: Im selben Jahr der Gründung einer Agentur für das Corporate Design von Bibliotheken zugleich eine ganztägige Präsenz-Weiterbildung zur Dtp-Fachfrau zu absolvieren – kein Mensch warnt einen davor! Denn selbständige Bibliotheksmenschen gab es damals noch so gut wie nicht (von Frau Gutjahr-Zipfel einmal abgesehen). Und manchmal ist es ja gut, wenn man nicht alles weiß. Doch genau das störte mich früher sehr, denn: ich wollte „alles“ wissen. Das schien mir gegenüber meinen Kunden einfach angebracht: dass ich wusste, wovon ich redete. Nicht nur davon, dass sich Bibliotheken besser präsentieren könnten. Sondern eben auch, wie. Definitiv jedoch hatte ich vom Grafischen wenig Ahnung. Ich war diejenige mit den Kontakten und außerdem fürs Texten und die Corporate Identity zuständig.

Vielleicht wäre das „Alles-Wissen-wollen“ alleine noch nicht ausschlaggebend für die eigene Weiterbildung gewesen. Doch die Mutterschaft der Kollegin kam hinzu, und mithin stand ihr keine Zeit mehr zur Verfügung, das Werden des WEGA-Teams zu begleiten. Denn anfänglich ist die Auftragslage ja nicht das, was zwei Frauen zum Überleben gereicht. Geschweige denn, für eine Familie. So musste ich zwangsläufig selbst Hand anlegen. Und das war gut so.

Was soll ich sagen – von der Weiterbildung zur Dtp-Fachfrau (Dtp = Desktop Publishing; damals noch ein neuer Berufszweig, mittlerweile wieder von anderen abgelöst) profitiere ich noch heute. Sogar mit der damaligen Dozentin bin ich noch befreundet. So ist das mit dem Lernen … das berühmte „Social Networking“ gab’s auch damals schon, da begegnet man Freund(inn)e(n) fürs Leben!

Erst im Jahr 2008 habe ich das Corporate Design (mit wenigen Ausnahmen) aufgegeben. Zugunsten der Erwachsenenbildung. Doch das erzähle ich später detaillierter. Noch bin ich im Jahr 1997, dem Start des WEGA-Teams als Agentur für CD und CI für Bibliotheken und meiner zweiten Berufsausbildung. Wie es mir letztendlich damit erging … in Kürze mehr.

*(Aus: Unsere Teamgeschichte oder: “Man lernt nie aus!”)

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