Snapshot 2005

Geschichten aus 15 + 1 Jahr WEGA-Team.

[2005] Das WEGA-Team initiiert eine bundesweite Umfrage,  um die Rahmenbedingungen der Veranstalter im Sektor „bibliothekarische Erwachsenenbildung” aufzuzeigen, aber auch, um unterstützend Handreichungen darzubieten. Wir lernen dabei sämtliche Formelfunktionen von Excel kennen und nehmen uns endgültig vor, einen Grundkurs in Autogenem Training zu belegen.*

Auch hier ist es faszinierend, wie schnell sich die Technik weiterentwickelt hat. Heute wäre eine derartige Umfrage wesentlich einfacher, da webbasierend. Die Ergebnisse aus der Umfrage wurden übrigens in zwei WEGA-Flipchart-Bänden veröffentlicht. Ein Band davon wurde später meine Diplomarbeit, was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen konnte. Doch davon später mehr.

Immer wieder bemerke ich, wie ich „große“ Arbeiten mehrmals auch für die Zukunft nutzen kann. Das ist gut so. Denn zuweilen habe ich mich schon gefragt, ob sich der eine oder andere Aufwand lohnt. Im Falle der Umfrage war allerdings schnell festzustellen, dass sich die Rahmenbedingungen allein durch die Umfrage selbst verbessert hatten. Manche Bildungsanbieter beantworteten nämlich nicht nur einfach die von mir gestellten Fragen, sondern nahmen sie als Anlass, Änderungen herbeizuführen. Das ist keine Annahme von mir, sondern bewiesen sowohl durch Feedbacks als auch durch eigene Beobachtungen, wenn ich wieder einmal als Trainerin vor Ort die Veränderungen vorgeführt bekam. Beispielsweise im Vorhandensein eines Moderationskoffers, in der Einführung regelmäßiger Evaluation, in der Ausschreibung zu den Seminaren, der Teilnehmendenbetreuung, bei der Referentinnenbetreuung natürlich auch, etc.

In diesem Jahr war ein ganz großer Renner das Seminar „Zeitersparnis durch Ordnung im Büro“. Die Vorgeschichte zur Entwicklung dieses Themas lag in der BIB-Landesgruppe Bayern. Damals war ich nicht als Referentin, sondern als Mitorganisatorin und zugleich Teilnehmerin zu „Zeitmanagement“ in München. In diesem Seminar kam immer wieder die Frage auf, wie man besser Ordnung halten könne. Im Anschluss bat mich die Vorsitzende, Christa W., ob ich für die Landesgruppe nicht ein Seminar speziell zu dieser Facette ausarbeiten könnte.

Zunächst dachte ich mir nur: „Also, entweder, man ist ordentlich, oder nicht. Was kann ich dazu schon mehr sagen?!“ Mir selbst fällt Ordnung und Struktur recht leicht. Dennoch wagte ich mich an die Ausarbeitung und war schnell fasziniert von diesem Thema. Vor allem davon, wie man Ordnungsstrukturen und -verfahren einfach und wirkungsvoll, dabei für jeden Ordnungstyp geeignet, dingfest machen kann.

Nun, bis heute ist es ein Dauerbrennerthema, und die Grundausarbeitung hat sich im Wesentlichen bewährt. Hinzu kam der Aspekt der parallelen PC-Organisation. Und es muss immer wieder nachjustiert und aktualisiert werden, denn webbasierend ist ja mittlerweile auch viel möglich. Wobei sich der öffentliche Dienst schon schwer damit tut, siehe Datenschutz und Netzsicherheit. Da gilt es immer wieder, abzuwägen, was den Teilnehmenden möglich ist, und was zwar toll, jedoch ungenutzt bleiben wird. Wie gut, dass ich den öffentlichen Dienst immer noch einzuschätzen vermag. Die vielen Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen aus allen Bibliotheksarten und Kommunen helfen natürlich ebenfalls.

Rückblickend erinnere ich mich außerdem daran, dass mir o. g. Zeitmanagement-Seminar half, den (vorübergehenden) Absprung aus der Landesgruppenarbeit und der Kommissionsarbeit der KIFA zu schaffen. Das doppelte Ehrenamt erwies sich als zunehmend belastend. „Nein-Sagen“ lernen bzw. Alternativen zu finden oder zu Delegieren, aber vielmehr noch Prioritäten zu setzen, fällt mir seither leichter. Von daher kann ich in meinen eigenen Zeitmanagement-Seminaren nachfühlen, wie es so manchen Teilnehmenden geht mit dem Thema.

Nie auszulernen, immer mitlernen zu dürfen … der Grund, warum mir mein Beruf als Trainerin so viel Spaß macht!

*(Aus: Unsere Teamgeschichte oder: “Man lernt nie aus!”)

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