Snapshot 2012 und Ende der Jubiläumsreihe

Geschichten aus 15 + 1 Jahr WEGA-Team.

[2012] Fortbildungen im Distance Learning-Verfahren bereichern seit diesem Jahr unser Lern-/Lehrspektrum. Erstes Thema: Der erfolgreiche Jahresbericht“ in sechs Modulen. Ob es am Titel liegt, dass das WEGA-eLearning-Seminar ebenfalls das Etikett „Erfolgreich“ tragen kann? Jedenfalls erfuhr mein ganz persönliches Lernspektrum ebenfalls eine Auffrischung, denn das bibweb-Modul „Fokus Kunde“, an dem ich mitwirkte, ist ja nun schon eine Weile her (siehe 2002).

Weitere neue Lernfelder fürs WEGA-Team: die Imkerei und ein Fährschiff bedienen. Bienen und Passagiere an Bord lehren uns Dinge, die wir auch in unserem Brotberuf gut gebrauchen können: Ruhe bewahren, geduldig sein und offen für Unvorhergesehenes bleiben. Ja, und nebenbei genießen können – ob Bamberger Lagenhonig oder unsere romantische Regnitz.*

Wenn jemand etwas wirklich will … ja, man kann mich überreden. Zum Distance Learning habe ich nämlich – nomen est omen – durchaus ein wenig Distanz. Ich selbst bin ein Kind der direkten Kontakte, liebe es, mein Gegenüber zu hören und zu sehen. Dennoch kann ich mich für das E-Learning erwärmen. Lerninhalte dergestalt aufzubereiten und Lernzugänge so zu schaffen, dass das eLearning-Seminar fast wie gesprochen und gehört wirkt, ist herausfordernd. Es macht Spaß, E-Learning anzuwenden, sowohl als Lernende/r als auch als Lehrende/r.

Motivation ist der Schlüssel dazu. Wie schaffe ich es, meine Lernpartner – Lehrende sind immer auch Lernende, daher spreche ich von meinen Seminarkunden ganz gerne als Lernpartner – zu motivieren? Auch ohne Aufforderung weiter zu machen, also bei der Stange zu bleiben? Auch ohne sofortige Antworten offen für den Lernstoff zu bleiben? Auch ohne Betonungen und Wiederholungen die wesentlichen Inhalte herauszustellen?

Das Geheimnis ist: Distance Learning muss ganz einfach Spaß machen, es sollte daher …

  • visuell und inhaltlich abwechslungsreich sein, doch ohne es zu übertreiben
  • Bekanntes wegen des positiv empfundenen Wiedererkennungswert verknüpfen mit interessanten Neuigkeiten
  • durch offene Zwischenfragen (nicht durch Abfragen!) zum Selberdenken anregen
  • mit Hilfe kleiner Denkaufgaben und Feedbacks eine Möglichkeiten des (inneren) Dialogs eröffnen
  • mit Praxisbezügen „die Dimension“ herstellen und zur (geistigen) Umsetzung animieren können
  • mit Lesebeispielen und Lesetipps den Appetit anregen im Sinne von „Hier könnte ich weitermachen, wenn ich will“
  • Wesentliches enthalten und Unwesentliches sowie Effekthascherei vermeiden
  • die eigene Lust am Lernstoff sprachlich transportieren können, der Lehrende hinter der Formulierung sichtbar werden
  • innerhalb eines zeitlich vorgegebenen Rahmens erfolgen, der dennoch selbstbestimmt und flexibel ausgefüllt werden kann
  • die Situation der Teilnehmenden mit aufgreifen und in die Folgemodule integrieren können

Dass dieses Distance Learning-Konzept aufgeht, dafür erhielt ich den Beweis in Form wunderbarer, mich sehr berührender Teilnehmer-Feedbacks:

Ihr Seminar war äußerst strukturiert, vielseitig, abwechslungs- und lehrreich. Es hat vorhandenes Wissen aufgefrischt und mir viele interessante neue Dinge vermittelt.

Das Durcharbeiten des Moduls hat mir sehr viel Freude gemacht. Ich bin fasziniert, was es für Möglichkeiten gibt einen Jahresbericht aufzubereiten.

Dieser Ideenpool ist sehr beeindruckend. Ich habe mich doch von dem einen oder anderen Vorschlag schon inspirieren lassen.

Immer wieder jedoch stelle ich den ungünstigen Effekt fest (den es auch bei Inhouse-Veranstaltungen gibt), dass die Konzentration auf das Thema leidet, wenn man sich nicht aus dem Alltag herausnehmen kann. Ein Seminar an einem anderen Ort, ohne abgelenkt zu sein, beispielsweise durch eine rasches Abarbeiten von E-Mails neben her oder Unterbrechungen durch Kollegen, ist sicherlich dem E-Learning vorzuziehen. Oder wie es eine Teilnehmerin in ihrem Feedback ausdrückte:

Die Ereignisse des letzten Jahres haben mir gezeigt, dass sich die Arbeit hier derart verdichtet, dass eine wirklich effektive Bearbeitung (trotz Zusage meines Chefs) für mich nicht zu realisieren war. Ich hatte vor Jahren schon einmal an Webinaren teilgenommen und gute Erfahrungen gemacht. Die verzögerte Bearbeitung ist also meiner fehlenden Zeit zu schulden. Bei Seminaren außerhalb des Arbeitsplatzes kann man sich dagegen voll und ganz auf das Thema konzentrieren.
Trotz allem ein „Sehr gern wieder“.

Für einige Kolleginnen und Kollegen ist eLearning aus verschiedenen Gründen heraus manchmal die einzige Chance auf Weiterbildung. Diesen soll geholfen werden. Für das neue Jahr ist ein zweites WEGA-eLearning geplant. Wir setzen unser beliebtes Thema Pressearbeit für Bibliotheken in voraussichtlich ebenfalls sechs E-Learning-Modulen um.

Übrigens: eine Anmeldung zum WEGA-eLearning-Seminar „Der erfolgreiche Jahresbericht“ ist jederzeit möglich. Für weitere Informationen nehmen Sie unverbindlich Kontakt, gerne auch telefonisch unter 0951-296 089-35 auf.

P. S.: Zum Nachlesen der einzelnen Jahre einfach „Snapshot“ in die Suchmaske eingeben.

*(Aus: Unsere Teamgeschichte oder: “Man lernt nie aus!”)

 

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2 Antworten

  1. Liebe Ilona,
    ganz herzlichen Dank für die ganze Reihe, die – schön in Häppchen unterteilt – mir Deine Geschichte erschloss, die mich aber auch in meine Geschichte wieder eintauchen ließ!
    Und toll, dass Du mit dem Distance Learning ein neues Feld und neue Methoden für „alte“ Inhalte ausprobiert und die Inhalte übertragen hast.
    Viele Grüße
    Jürgen

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  2. Das hast Du nett geschrieben, vielen Dank, Jürgen! Ja, die Snapshot-Reihe war und ist eine notwendige Reflexion. Die Jahre vergehen, eines Tages steht man ausgepowert da und denkt sich: was habe ich nun eigentlich geschafft (außer seine Frau zu stehen und den Lebensunterhalt zu sichern)? Darf ich zufrieden sein und sogar ein wenig stolz? Hatte alles eine logische Abfolge oder war da etwa zu viel purer Aktionismus (glücklicherweise nicht!)? Wohin steuere ich (mich) weiter? Und was blieb am Ende liegen (es waren die eigenen Webseiten, grrrr)? Und die Frage aller Fragen, die mich immer schon umtrieb: Was sind meine Schwerpunkte? Die Antwort, die jeglicher Profilierung entgegensteht: Es ist das Lernen selbst. Immerhin eingeschränkt auf die Personal- und Organisationsentwicklung im öffentlichen Dienst. Die Themen selbst einzugrenzen erscheint mit dabei unerheblich. Im Gegenteil: so deckt sich das Fortbildungsprogramm des WEGA-Teams folgerichtig mit den vielfältigen Aufgaben in Bibliotheken. Wichtig ist und bleibt bei alledem: offen bleiben für das Lernen selbst, denn damit lassen sich alle Themenanforderungen meistern!

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