Allerletzter Jubiläumssnapshot am 12.12.12

Ups, den gestrigen Snapshot 2012 hatte ich nur zur Hälfte abgeschlossen. Es fehlt noch die Reflexion zu „Weitere neue Lernfelder fürs WEGA-Team: die Imkerei und ein Fährschiff bedienen“. Jetzt also:

Team "Bienen-leben-in-Bamberg.de" Die Imkerei – ein neues, spät begonnenes Hobby. Nein, ich bin noch lange nicht am Ende meines Broterwerbslebens angelangt, obschon der Imkerei genau dieser Ruf, ein „Rentnerhobby“ zu sein, anhaftet.

Bedingt durch das weltweite Bienensterben, welches seit etwa Herbst 2006 auch in Europa bekannter wurde, finden immer mehr Bienenfreunde zu dieser Berufung. Und es ist tatsächlich so: jedes einzelne umhegte Volk ist wertvoll! Es ist beileibe nicht nur der Honig, den wir eventuell vermissen könnten, sondern viel schlimmer ist es die fehlende Bestäubungsleistung, mithin schlechtere Ernten und weitere Hungersnöte in der Welt.

Bienen, Honig, Imkerei – Lernfelder, die richtig spannend sind. Je tiefer wir hier eintauchen (ja, „wir, es ist mal wieder ein WEGA-Team-Virus), desto faszinierter sind wir. Um das Gelernte auch im Hobby zu festigen und mit anderen zu teilen, haben wir den Weblog Bienen-leben-in-Bamberg.de aufgebaut. Damit gehen wir – trotz unser bewusst auf die Bamberger Region beschränkten Imkerei – in die weite Welt hinaus. Und sollten Sie eines unserer Seminare hier besuchen , so würden wir Sie natürlich auf Wunsch gerne zu unseren Bienenstandorten hinführen.

Fährfrau Ilona Munique der Chance Jugend-Fähre BambergEin Fährschiff bedienen – ein ehrenamtlicher Dienst, den wir mit Gründung der Überfahrtmöglichkeit auf der Regnitz in Bamberg im September 2012 aufgenommen haben. Was hat uns da geritten?

Zum einen die tief empfundene Zuneigung zu unserer wunderschönen Wahlheimat Bamberg. Ihr und den Menschen dort wollen wir etwas zurückgeben von dem, was wir wie eine zweite Haut empfinden. Eine Heimat in späten Jahren gefunden zu haben, das wärmt, gibt Zufriedenheit, macht glücklich. Und Glück soll man bekanntlich teilen, dann kehrt es immer wieder.

So viel Glück, wie ich persönlich auch durch alle meine Berufsfelder (Bibliothek, Grafik und Erwachsenenbildung) erlebt habe, haben manch andere nicht. Zum Beispiel Jugendliche ohne Ausbildung, ohne Arbeit, ohne Perspektive – sei dies nun selbst verschuldet oder nicht. Um diese kümmert sich das Salesianer Don Bosco Jugendwerk Bamb mit hervorragenden Projekten, wie eben das Tagelöhnerprojekt, unter dem die Flagge der Chance Jugend Fähre von April bis Oktober fährt. Unter Anleitung bzw. Begleitung von Ehrenamtlichen haben diese Jugendliche die Möglichkeit, etwas hinzuzuverdienen, Kontakte zu knüpfen, positive Arbeitserfahrungen zu machen und mithin das Selbstvertrauen gestärkt. Das Ganze ist niederschwellig angelegt – wer von den Jugendlichen arbeiten mag, darf kommen und erhält abends „Cash auf die Kralle“.

Ein großartiges Projekt also, von Bürger/innen Bambergs zu Wege bzw. zu Wasser gebracht, gänzlich ohne Hilfe der Stadt. Es verbindet nicht nur das „bürgerliche“ Ufer mit dem „bischöflichen“, sondern auch Einheimische mit Gästen, Jugendliche mit Erwachsenen, Ehrenamtliche mit … ja, anderen Ehrenamtlichen, die dies aus unterschiedlichen Motivationen heraus aufrecht erhalten und schätzen. Mittlerweile hat sich unter den etwa 20 Freiwilligen eine nette Gemeinschaft gebildet, die unterschiedlichste Berufsgruppen, Rentner/innen und Arbeitslose umfasst. Mithin auch hier Brücken bauend und voneinander lernend. 

Der halbrunde Geburtstag „15 + 1 Jahr WEGA-Team“ waren mir Anlass zur Reflexion und zum Innehalten. Vor uns stehen die nächsten 15 Jahre, und wir sind sehr gespannt, was sie uns bringen bzw. was wir uns holen werden. Sie kenne das ja sicherlich  – die viel zitierte „Hol- und Bringschuld“.

So bin ich persönlich es zunächst meinem Vater „schuldig“, dessen neuer Lebensabschnitt am 1.1.2013 in einem Seniorenheim beginnen wird, mich gemeinsam mit meinen Geschwistern um einen guten Übergang zu kümmern. Mit ein Grund, das sehr intensive Ehrenamt einer Kommissionsvorsitzenden im kommenden Jahr endgültig niederzulegen. Damit schaffe  ich mir außerdem den Freiraum für Projekte und Weiterbildungen, die dem Gedanken des WEGA-Teams nützen werden. Mithin Ihnen als Kunden.

Darauf freuen wir uns.

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