Jahresanfang … die Zeit für überprüfte Einstellungen

Damit die guten Vorsätze zum Jahresbeginn keinen Stress bereiten, sollten es nicht zu viele sein. Ein realisierbarer Tipp: Verwirklichen Sie jeweils nur einen spontan entstandenen wie auch einen wohl überlegten Vorsatz.

Der spontane Vorsatz entsteht oft aus einem Bauchgefühl heraus. Vertrauen Sie ruhig darauf. Denn die wichtigsten Entscheidungen im Leben werden oft innerhalb weniger Sekunden getroffen. Nachfolgend werden diese jedoch noch mal gedreht und gewendet, verworfen und wieder hervorgeholt. Nun gut. Vertrauen Sie also ausnahmsweise sich selbst. Kopf und Bauch denken und fühlen selten isoliert, auch, wenn wir das nicht immer glauben können.

Für diejenigen unter uns, die sich nur mit wohl überlegten Kopfentscheidungen zufrieden geben können, darf es folglich einen zweiten Vorsatz geben. Einen, der eingehend auf Tauglichkeit hin überprüft wurde. Eingegossen in einen Weg der kleinen, beharrlichen Schritte mit Zwischenergebnissen sollte er uns ein Jahr lang begleiten. Oder darüber hinaus, je nach dem.

Was habe ich mir selbst vorgenommen?

Die spontane Bauchentscheidung an Silvester war, mir nichts vorzunehmen. So bleibe ich frei gegenüber den familiären Anforderungen, die mich seit geraumer Weile in Atem halten. Etliche unserer Generation, also die der geburtenstarken Jahrgänge, kennen die Dreifachbelastung von Beruf, Ehrenamt und Versorgung bzw. Beistand der alt gewordenen Eltern. Also alles ganz normal. Wenn nur nicht die räumlichen Entfernungen wären, die überlasteten Pflegekräfte diverser Großstadtkrankenhäuser oder die überbordene Bürokratie der zu beteiligenden Behörden, um nur ein paar der Handicaps zu nennen, die das alles zu einem Kraftakt werden lassen.

Dem sich „Nichts vorzunehmen“ ist daher ein zweiter, diesmal wohlüberlegter Entschluss beizeiten beigesellt worden: nämlich das Ehrenamt als Vorsitzende der Kommission für Fortbildung im BIB bis zum März 2013 schrittweise abzuwickeln. Flankierend mit der Aufmerksamkeit gegenüber den persönlichen Stressoren, die es zu vermeiden bzw. abzuleiten gilt, wiederum flankierend mit ab- bzw. anregender Freizeitgestaltung (hier Fährdienste und Imkerei), die nicht zu vernachlässigen sein sollte.

So ist es denn praktisch, dass mein erstes Inhouse-Seminar im neuen Jahr genau mit diesem Thema beginnt: Zeitmanagement, Stressbewältigung, und zwar diesmal ganz speziell für Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste einer Großstadtbibliothek. Nicht, dass das Seminar wesentlich anders gestaltet wäre als für eine sparten- und hierarchieübergreifende, inhomogene Gruppe. Doch kann es durchaus entspannender für die Teilnehmenden sein, wenn keine Vorgesetzten in der Runde dabei sind.

Ihnen allen wünsche ich nun umsetzbare Vorsätze, die nicht zusätzlich stressen, sondern Ihnen zu einem erfüllten Leben verhelfen.

Ilona  Munique

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