WEGA-Flip: Stressbewältigung

Wegaflip2Passend zum letzten „WEGA-Flip“ folgt heute ein kleiner Einblick in die Stressbewältigung, nahe angesiedelt ans Zeit- und Selbstmanagement.

Die Fragen: Wie bewältige ich Stress? Wie kann ich mir schnell aus einer Stresssituation heraus helfen?

Die Methode: Stressbewältigung mit Hilfe des Anti-Stress-Plans „BESSER ist das …“

Für was? Das Vorgehen in sechs Schritten ist gut geeignet, um präventiv sowie in akuten Stresssituationen mit den persönlichen Stressoren umzugehen und sie kurz- wie langfristig zu bewältigen.

Für wen? Einzelpersonen

So geht’s

Anti-Stress-Plans „BESSER ist das …“

1. B efreien und Ballast abwerfen
2. E nergie tanken
3. S elbstverantwortung übernehmen
4. S tress-Notfallplan parat halten
5. E instellung überprüfen und ändern
6. R egenerieren – Erholen und Entspannen

In Gruppenworkshops lässt sich zu jedem der sechs Punkte etwas zusammentragen. Doch die Methode selbst kann nur jeder Mensch individuell umsetzen.

So bedeutet es beispielsweise im Punkt 1, also „Befreien und Ballast abwerfen“ für die einen, den Alltag zu entstressen, für den anderen, an der mentalen Schraube drehen, und für die dritten, Gewicht zu verlieren. die Während die eine also damit beginnt, den Kleiderschrank zu halbieren, um morgens eine schnellere Entscheidung im täglichen Drama „Was soll ich heute anziehen?“ zu treffen, dadurch pünktlicher in der Arbeit zu erscheinen, um Stress ganz allgemein und speziell mit den Vorgesetzten zu vermeiden, so wird der andere daran arbeiten, nicht mehr ständig über „olle Kamellen“ zu brüten und persönliche Zwistigkeiten beizulegen, damit er endlich unbelastet von negativen Gedanken an frühere Verletzungen seinem Kollegen positiv gegenübertreten kann. Sich leichter zu fühlen, weil ein paar Kilo durch Sport gepurzelt sind, kann ebenfalls sehr befreiend und entstressend wirken.

Energie tanken lässt sich im Grunde zu jeder Zeit und an jedem Ort. Sehr häufig geht dem voraus, den eigenen Schlüssel zu finden, um den persönlichen Tankdeckel zu öffnen. Denn … Tankstellen befinden sich an jeder Ecke, man muss sie nur sehen können! In den Gruppen finden wir heraus, welche Energie-Tankstellen das sein könnten. Beispielsweise  …

  • der eigene Atem, der bewusst gemacht wird, tief die frische Luft einsaugt, der gezählt und dem nachgelauscht wird, ja, sogar das Atemlos sein vor Lachen oder nach einem schnellen Spurt kann eine Tankstelle sein, ebenso wie …
  • der bewusste Blick, z. B. nach oben in den Himmel oder in eine Baumkrone gerichtet, in ein erleuchtetes Fenster oder eine hübsche Schaufensterdekoration … nach innen in die Schönheit von guten Gedanken, in die Freude über die Beweglichkeit der Hüften, in eine vergangene, positive Begebenheit aus der Vergangenheit …
  • die ausgeführte Bewegung, z. B. beim Umarmen eines Menschen oder Baumes, beim raschen Ausschreiten mit langen, raumgreifenden, bewusst gesetzten Schritten, dem Streicheln einer warmen, hölzernen Stuhllehne, dem Schwingen des Körpers in der Straßenbahn, …
  • die Natur
  • Sport und Spiel
  • Freunde und Familie, das soziale Online-Netzwerk

Der dritte Punkt, die Selbstverantwortung wahrnehmen, ist vielleicht für manche der überraschendste Punkt in meinem „BESSER ist das …“-Anti-Stressplan.

Stellen Sie sich vor, ich komme als Trainerin zu Ihrer Gruppe und sage folgendes: „Ihr seid schuld, dass ich mich gestresst fühle. Wegen euch konnte ich nicht schlafen, weil das Skript nicht rechtzeitig fertig wurde, musste ich den Zug erwischen, nachdem ich schon keinen Parkplatz mehr gefunden habe, um anschließend im überfüllten Zug den Ellenbogen und schlechten Atem des Sitznachbarns zu erdulden, musste ich früher aufstehen als gewohnt, weil ihr schon um 8 Uhr mit der Fortbildung beginnen wolltet, komme ich zu nachtschlafener Zeit hungrig nach Hause …“

Ganz genau: „selber schuld“. ICH wollte es so, das Leben als Trainerin. ICH habe die Verantwortung dafür, dass ich rechtzeitig mit allem fertig werde und den Begleitumständen gelassen begegne. ICH alleine bin für jeden meines körperlichen und geistigen Zustands verantwortlich, innerhalb des Rahmens, in dem ich mich – mehr oder weniger „schuldlos“ – derzeit befinde. Und den ich mit gestalten kann, verändern oder verlassen muss. ICH frage nicht danach, was schuld an allem ist, dass ich mich so oder so fühle oder das oder jenes tun oder nicht tun kann, sondern übernehme als Erwachsene selbst die Verantwortung für mein Leben, meine Lebensgestaltung.

So entgehe ich dem hausgemachten Lebensstress, indem ich verantwortlich dafür sorge, dass ich Stress nie völlig hilflos ausgesetzt bin. So etwas nennt sich auch „Selbstkompetenz“ und ist ein Soft-Skill-Faktor. Doch davon später einmal.

Nun, zu den letzten drei Punkten des „BESSER ist das …“-Anti-Stressplans zur Stressbewältigung dürfen Sie sich selbst etwas einfallen lassen. Oder schauen Sie hin und wieder hier herein, vielleicht berichte ich auch darüber noch. Oder Sie fragen mich ganz einfach zu einer Fortbildung an, so erfahren Sie den Rest und in einem größeren, tieferen, intensiveren Zusammenhang.

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: