WEGA-Flip: Moderation – die Kunst, zu vermitteln

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Moderieren – und ich meine hier nicht Moderationstechniken wie Pinwand bestücken – bedeutet, neutral und angemessen auf (konträre) Meinungen zu reagieren, im Bedarfsfall zu mäßigen und notfalls zu schlichten. Das gilt auch auf Gruppen in Sozialen Netzwerken wie Facebook.

Keinesfalls darf sich ein/e Moderator/in zu eigenen Stellungnahmen oder Sticheleien und Frotzeleien sowie Sympathiebekundungen bzw. Antipathiebekundungen (Links liegen lassen gehört ebenfalls zu Letzterem) gegenüber den Teilnehmenden hinreißen lassen. Sie würde der Gruppe einen schlechten Dienst erweisen. Denn jeder könnte ja einmal aufs Korn oder ins kritische Visier genommen werden, und so wird man sich tunlichst still verhalten oder gar die Gruppe verlassen, so eine Moderation einmal aus dem Ruder gelaufen ist.

Ein/e Moderator/in sollte auch nur dann eingreifen, wenn die verschiedenen Meinungsäußerungen auf Verletzungen abzielen, gegenseitige Denunziationen erfolgen oder die Nettiquette bedroht ist. Ein Austausch darf ruhig konträr  erfolgen, darf unterschiedliche Standpunkte darstellen und Statements abgeben. Das ist zwar für alle in der Gruppe Befindlichen nicht immer so bequem und die Versuchung ist daher groß, schnell einzugreifen. Die Furcht um die Harmonie der Gruppe sollte eine Moderator/in jedoch nicht dazu hinreißen lassen, sich offen auf die eine oder andere Seite zu schlagen.

Die Kunst ist, zu vermitteln. Und zwar den Kern der Sache, um die es in einer Diskussion oder einem „Schlagabtausch“ geht. Also zu versachlichen, ohne dabei die Emotionen außer acht zu lassen. Wichtig: die Moderator/in sollte den Ablauf (Thread) selbst erst noch einmal ganz genau lesen. Und sich vorstellen, dass man jede Äußerung auch durchaus so oder so interpretieren kann. Daher sind Rückfragen ein probates Mittel, Klarheit in einen Diskussionstrang zu bekommen. „Ich habe das so verstanden, … – liege ich richtig damit?“ oder „Ich habe es nicht verstanden – kann jede von euch in drei-vier Sätzen den Standpunkt und das Ziel noch einmal für alle darstellen?“

Innerhalb des WEGA-Team-Seminars „Train the Trainer – Teach the Teacher“ geht es auch um angemessene Moderation, denn Lehrende sind immer auch ein wenig Moderatoren. Aus diesem Seminar lässt sich auch ein eigenes Seminar nur zu Moderation und Moderationstechnik extrahieren. Ich meine aus eigener Gruppenerfahrung in sozialen Netzwerken, das wäre längst mal wieder fällig, dem ein eigenes Augenmerk zu schenken.

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