Serious Games – ernstes Spielen

Ein Sammelband zu „Serious Games“ setzt sich mit dem spielerischen Lernen in virtuellen Welten auseinander, herausgegeben von Prof. Dr. Klaus Bredl. Studierende des Studiengangs „Medien und Kommunikation“ an der Universität Augsburg befassten sich mit Lernumgebungen in 3D.

Erkenntnis: Lernen vermag auch im Erwachsenenalter über das Spielerische erfolgen, allen Ernstes!

Mit der immer größeren Leistungsfähigkeit von Computersystemen entwickelten sich auch die Simulations- und Planspiele Abts weiter. Virtuelle Welten lassen den Nutzer am Computer praktische Handlungserfahrung sammeln, Piloten werden am PC auf neue Aufgaben vorbereitet, Kapitäne in der Schifffahrt am Simulator geschult.

Trotz ihrer langen Geschichte stoßen die sogenannten Serious Games – „ernste Spiele“ – bis heute in vielen Bereichen der schulischen und professionellen Aus- und Weiterbildung auf Skepsis und Ablehnung […] [via idw-online]

Stimmt. Aktivierenden Spielen in meinen Seminaren räume ich – ganz ehrlich und unter uns – nicht allzu viel Zeit ein. Sie werden zwar nach anfänglichem Widerstand mitgemacht und die Teilnehmenden finden sie dann doch ganz lustig, sie fühlen sich erfrischt und angeregt, es wird gelacht … doch in der Schlussrunde finden sich dann wieder zwei gegenteilige Positionen. Die einen bestätigen, dass ein Lerneffekt eingetreten ist, die anderen fanden, die Spiele halten nur auf, sind überflüssig und überhaupt …

Workshops zum Austausch hingegen finden fast alle prima. Viel reden, viel diskutieren, viel Frust ablassen, …, das verbuchen die meisten als einen Gewinn. Gar nicht gerne werden Rollenspiele gespielt. Der mittlerweile von mir eingeführt Begriff „Simulationsspiel“ entschärft den Widerstand nur wenig. Dennoch geht es nicht immer ohne. Und nach der gestellten Situation sind alle recht heiter und fanden’s dann doch prima.

Nun sind wir Deutschen nicht gerade dafür bekannt fürs Spielerische. Zumindest die ältere Generation tut sich da schwer. Noch schwerer Bibliothekswesen, die dem Wort „verhaftet“ sind. So habe ich es mir angewöhnt, Spiele nicht groß anzukündigen, sondern sie einfach „ad hoc“ zu integrieren. Bevor sich also Widerstand formieren kann, sind wir schon mitten drin. Und in den Ausschreibungen steht „ggf.“ und „bei Bedarf“.

Und wie finden Sie Spiele in Seminaren? Das Kommentarfeld steht Ihnen offen. Oder schreiben Sie mir.

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: