Mir nicht begreiflich …

„Wir möchten eher neue Methoden entwickeln, mit denen Dozenten Studenten besser in ihre Vorlesungen einbinden können“, sagt die Doktorandin. Einen Ansatz, den Gehlen-Baum und ihre Kollegen derzeit in Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilian-Universität in München verfolgen, ist die Internetplattform „Backstage“. Sie hilft Dozenten dabei, ihren Unterricht besser zu strukturieren und die Zuhörer gezielt einzubinden.

Zu lesen unter der Überschrift „Was machen Studenten während der Vorlesung? Studie gibt Aufschluss“ [via idw-online]. Frontalvorträge sind die Regel, das Surfen im Internet und in sozialen Netzwerken die Folge. Oder auch nicht die Folge, denn offenbar hat es keinen Einfluss auf das „vorlesungsferne“ Verhalten der Studierenden, wie gut Dozenten ihren künftigen Nachwuchs eingebunden hatten.

Ich stelle mir gerade vor, wie das auf mich wirken würde, wenn in einem meiner Seminare die Laptops angeworfen und ins iPhone gekuckt wird. Obwohl – hatte ich auch schon mal. Allerdings war feststellbar, dass es dabei um eine direkt den Seminarinhalt geschuldete Abfrage war.

Also, woran liegt’s? Am Vortragenden oder am Alter oder am Thema? Wissen Sie’s?

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2 Antworten

  1. Ich muss sage, dass das Problem für mich kein Problem, sondern die Situation ist. Nun halte ich meist Veranstaltungen zu Recherche und technischen Themen, da stehen die Geräte sowieso auf dem Tisch und werden genutzt zu was auch immer. Ich kann das nicht kontrollieren, ich will das auch nicht – schließlich fließt das meist ineinander. Und es ist mir lieber, jemand schreibt noch schnell die Mail, die sie/er schreiben will und nimmt dann wieder konzentriert teil, als dass da etwas im Kopf herumschwirrt. Wenn mein Kurs gut genug ist, sind sie garantiert fokussiert, wenn nicht, ist es eh verloren. Das wäre die Formel, auf die ich es bringe. – Und die Frage, die amerikanische und andere Kolleginnen und Kollegen da anschließen ist doch die, die zu der von Dir zitierten Studie geführt hat: Wie kann ich didaktisch so vorgehen, dass die Möglichkeiten, die durch die Online-Anbindung von Teilnehmerinnen/Teilnehmern gegeben sind, per Technik/Methode wieder zur Veranstaltung, zum Thema selbst rückgebunden sind.

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  2. War ein kleines Missverständnis, lieber Jürgen (und sicher auch für andere). Sorry, hätte ich deutlicher ausführen müssen. Ich wollte sagen: ich kann es nicht begreifen, wie man ein Studium mit so einem eklatanten Desinteresse über sich ergehen lässt, dass das Surfen wichtiger ist, als sich geistig an den Vorträgen zu beteiligen, egal, wie didaktisch-methodisch perfekt sie vorbereitet sind. In vielen Ländern der Erde haben junge Menschen keinerlei Chance an einer schulischen, geschweige denn, universitäten Teilhabe. Über diese gelangweilte Missachtung von steuerbezahlten Möglichkeiten der Bildung bin ich fassungslos. Selbstverständlich ist das kein Pauschalurteil, es gibt gottlob sicher auch sehr aufgeschlossene und interessierte Studierende, auf die sich unsere Gesellschaft stützen kann.

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