Verflixt, wie soll man da arbeiten können …

Blick aus den Weinbergern heraus ins Vorland (einzig die Kühltürme in Biblis stört den Genuss)Fass mit Karte des Weinlagenwegs… wenn reizvolle Seminarorte einem suggerieren: „Hey, mach‘ doch mal Urlaub bei mir!“

Wenn ein familiär geführtes Hotel mit einem (fast ungetrübten) Wahnsinns-Fernblick in Postkartenidylle samt Schloss herumsteht, … wenn Wanderwege mitten durch Weinberge und Panoramawege durch einem Wald voller Edelkastanien und Eichen locken, …

Winzerstube in Haardt (bei Neustadt/Weinstraße)Urig-idyllischer Winterhof in Haardt… wenn urige Weinwirtschaften in historischen Winzerdörfern zum Durstlöschen verführen, die sogar an einem Montag in ihren schnuckeligen Hof zum Verweilen einladen, … wenn hummelumschwärmte Lavendelbüsche in Nasenhöhe so ausdauernd beruhigend duften, dass man am liebsten sofort daneben eine Liege aufbauen möchte, …

Mächtiger Gingkobaum vor dem HotelfensterWärmflasche im Hotelbadezimmer… wenn ein mächtiger Ginkgobaum vorm Zimmerfenster von Liebe flüstert und einem am liebsten mal wieder zum guten, alten Goethe greifen lassen, … wenn einem im liebevoll eingerichteten Zimmer auch noch ein unverkalkter Wasserkocher, Ingredenzien für eine Teezeremonie und – große-Augen-mach! – eine Wärmflasche (!) jeder Wetterlage gerecht werden, …

Tischdekoration SonnenblumenBrunnen im Winzerdorf Haardt… wenn der großzügig bemessene Frühstücksraum von (echten) Sonnenblumen beherrscht wird, so dass die tatsächlich heißen und mittelweich gekochten Eier ihren perfekten Auftritt haben, … wenn zehnerlei Sorten beutelloser Teearomen einem die Entscheidung schwer machen, wer davon jetzt die ehrenvolle Aufgabe übernehmen soll, mich wach zu machen …???

Herrje aber auch! Wie soll man da als Referentin in eine Seminarlaune kommen, verlixt noch mal!?

Liebe Veranstalter, jetzt mal ernsthaft:

Das nächste Mal bitte wieder einen Null-Acht-Fuffzehn-Hotelkomplex mit Schallschutzfenstern zum Hauptbahnhof oder zur Anlieferungszone eines Supermarktes hin, … notfalls ginge auch eine knapp vorm Absturz befindliche Pension mit überwiegend Gästen aus dem Monteur- oder Außenvertreterbereich …, eventuell akzeptiert auch ein chronisch überfülltes, in den 70er Jahren als Romantik-Hotel geadeltes Etablissement, das noch heute vom Besuch Costa Cordalis und Mireille Matthieu zehrt und wo das letztverfügbare, braunbeflorte Zimmer direkt neben dem brummelnden Aufzug auf mich wartet …

… aber bitte, bitte, belasst mir meine im Sommer mühsam aufrecht erhaltene Arbeitsstimmung! (Oder sagt mir vorher Bescheid, dass ich Wanderschuhe mitnehmen soll!)

Feigen in Winzergarten – keine Kübelpflanze!P. S.: Und … nein, der beschriebene Verführerort war ausnahmsweise nicht Südtirol, auch wenn das Feigenbäumchen das vermuten ließe, sondern Neustadt an der Weinstraße und der Ortsteil Haardt.

P. P. S.: Danke, Frau Dietle und Familie Tenner!

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