Die Titelfrage

„Ob eine Fortbildungsveranstaltung ausgebucht ist oder nicht, das entscheidet allein der richtige Titel“, so unlängst eine Veranstalterin zu mir, um genau diesen für ein Angebot zu erbitten. Ja, klar, hinlänglich bekannt, wie wichtig die richtigen Worte sind. Dennoch läuft es mir dabei kalt den Buckel runter. Welche Macht der Sprache!

Ich persönlich entscheide bei meinen eigenen Fortbildungen, die ICH mir antun möchte, alleine nach dem, was ich 1. inhaltlich notwendig brauche und 2. ob ich dafür Zeit habe. Und drittens, ob ich es mir leisten will. Über allem schwebt dann noch der oder die Referen/in, gerne auch unbekannt. Nach dem launigen Wortlaut des Titels zu entscheiden fiele mir wirklich nicht ein. Da würde mir alleine schon das Schlüsselwort des Inhalts und ein Verb reichen, mich anzumelden.

Aus gegebenen Anlass grüble ich gerade über einen pfiffigen, vom Hocker reißenden, die eierlegende Wollmilchsau beschreibenden, Augenreiben auslösenden Wahnsinnstitel nach, um dann das ganze Drumherum, so Nebensächlichkeiten wie Inhalt und Kosten, dingfest zu machen. Okay, das war jetzt ironisch gemeint. Doch so kommt es mir vor, eingedenk dessen, wie viel Zeit ich für den Titel gerade verbrate, um dann hurtig den Rest zu erledigen. Denn die Zeit fürs Angebotschreiben nimmt mir wiederum die Zeit, mich um meinen heutigen Beratertermin inhaltlich zu kümmern. Tja, so ist das nun mal … und in Zeiten der WM durchaus sogar mir verständlich:

Allein der Titel entscheidet!

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