Perfektes Posting-Management ist Ansichtssache

Immer, wenn das Wort „perfekt“ auftaucht, hofft die Leserin auf ultimative Tipps und Rezepte, die ähnlich gut funktionieren wie die Tello-Gemüsebrühe am Fränkischen Kartoffelsalat, die aus der leidlich guten Küchenfee eine eingebildete TV-Starköchin macht – wobei der Schminkkurs leider extra kostet.

„Wie du perfekte Social Media Postings schreibst“ also, und – ja, ich geniere mich ein bisschen, es zuzugeben – habe draufgeklickt, obwohl ich das doch nicht wirklich bräuchte. Glaube ich. Immerhin bis ans Ende der ellenlangen Grafik (Originalquelle) gescrollt. Danach war ich wieder geläutert.

Denn all diese tollen „10-Tipps,-wie-du …“ oder „5-Dinge,-die-du-nicht …“ oder „7-Tools,-mit-denen-du …“ usw. enden gerne mit einem fast vorhersehbaren Fazit: „Es gibt nicht DAS perfekte Social Media Posting“, geschweige denn das perfekte Social Timing. Auch, wenn es mir das letzte Bild o. g. Grafik suggerieren mag.

Rahmenbedingungen und Belohnung

Ich bin perfekt, wenn ich meinem Biorythmus das Wort erteile. Er ist mein Rahmen, und innerhalb hellwacher Phasen zu arbeiten, macht mir am meisten Spaß. Das Posten im Netz gruppiere ich deshalb eher drumherum, im Halbschlafmodus sozusagen. Die versprochene Belohnung, wenn ich’s anders täte, nämlich eine größere Reichweite, ist mir eher Nebensache, bzw. wohl Ansichtssache – um den Bogen zum Titel zu spannen.

Unzweifelhaft ist, man „braucht man einen langen Atem, und dauerhaft und nachhaltig erfolgreich zu sein“, wie bjoerntantau.com resümiert. Nach 18 Jahren hoffe ich, meine Nachhaltigkeit erreicht zu haben, auch ohne ständige Präsenz zur richtigen Medienzeit. Dabei stellt sich mir die Frage …

Woran misst sich der Erfolg?

Hoffentlich doch an dem, was ich mir selbst wünsche und erfülle. Das kann für die einen eine steile Statistik-Kurve der Klicks sein, und für mich das befriedigende Gefühl, sprachlich meine Befindlichkeiten, Eindrücke und mein Lernen aufge- und bearbeitet zu haben.

Und gerne auch statt Blogging und Posting das eine oder andere persönliche Telefonat, eine persönliche Begegnung um 11 AM (der besten Facebookzeit, huch!), um lachend ein gemeinsames Abendessen für 8 PM (beste Pinterest-Zeit! Ach so, nutze ich ja gar nicht …) auszumachen. Kann ich die unvermeidlichen Fotos ja danach zu besten Tumblr-Zeit, also 10 PM, reinstellen (ne jetzt, die kriegen meine Freunde völlig zeitlos über Wetransfer.)

Mein Fazit

Somit ist unser beider Posting beinahe perfekt – für die einen Erleuchtung im Posting-Management, für mich Reflexion meines (Nicht)Tuns. Na gut, am Social Timing meines Biorythmus feile ich vielleicht noch. Oder nutze die technischen Tricks, um so zu tun, als wäre mein Timing perfekt ;-) Im Übrigen ist das fürs Reichweite-Bloggen tatsächlich 11 Uhr, die anderen angegebenen Zeiten kann ich so nicht bestätigen.

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