Klangfarbe, Tonhöhe, Tempo bestimmen Erregungszustand

Wie unterschiedlich bzw. universell kommt Musik bei zwei sich fremden Kulturen emotional an? Ein sehr erregender Artikel, obwohl nur lesend, nicht hörend aufgenommen. Denn die Quintessenz der Ergebnisse des Experiments, zeigt, dass der Erregungsgrad – gemessen via Hautleitfähigkeit, Herzschlag und Atemrate – je nach Klangfarbe, Tonhöhe und Tempo in beiden Völkern etwa gleich war, hörten sie dasselbe Stück. Allerdings wurde das gleiche Stück unterschiedlich positiv bzw. negativ empfunden.

Für die Lernbegleitung, dem Dozieren oder dem Training – wie auch immer wir das nennen wollen, was in Unterricht, Vortrag oder Schulung geschieht – sind Klangfarbe, Tonhöhe und das Tempo sehr mitbestimmend, ob etwas vom Gesagten Aufmerksamkeit erregt.

Ich beobachte selbst, dass, wenn die Klangfarbe volltönend, die Tonhöhe im dunkleren Bereich und das Tempo unaufgeregt oder auch etwas flotter als üblich ist, wenden sich die Zuhörenden der Person stärker zu und sind aufnahmebereiter. Zumindest eine ganze Weile lang. Hingegen wenden sich die Zuhörenden bei piepsigen, gepressten Stimmen und zu hohen Tönen sowie einem zu langsamen oder zu schnellen Tempo bald ab, obgleich auch sie zunächst erregt sind – doch das eher im negativen Sinne.

Stimmtraining und Sprechschule sind also, so man nicht von Haus aus über eine als gemeinhin angenehm empfundene Sprechweise verfügt, ein gutes Mittel. Auch natürlich für das Bibliothekspersonal. Denn in der Kommunikation mit dem Kunden kann eine gute Wirkung vorbeugend wie im Konfliktfall Wunder wirken.

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