H wie Hilfe zur Selbsthilfe

Mit der Idee der „Hilfe zur Selbsthilfe“ setzt die BBBank Stiftung die Tradition derBBBank fort, die 1921 als Selbsthilfeeinrichtungen für Beamte gegründet wurde und heute die Bank für Beamte und den öffentlichen Dienst in Deutschland ist. Ziel der BBBank Stiftung ist es, die Menschen in der Entwicklung ihrer individuellen Fähigkeiten zu unterstützen.“

Ich habe mir erlaubt, das Vorwort zur Studie, geschrieben von Gabriele Kellermann, trotz Eigenwerbung an den Anfang meiner Überlegungen zum Buchstaben „H“ zu stellen. Denn erstens wird tatsächlich häufig vergessen, warum wir eigentlich lernen, nämlich, um uns künftig selbst besser helfen zu können, ob privat oder beruflich. Und wir lehren, um bei anderen den „Selbsthilfemodus“ zu aktivieren.

Zweitens finde ich, je länger ich mich nun schon mit der Studie „Lernen Ältere“ beschäftige, es sehr  bemerkenswert, wie umfassend, aber auch detailliert die Studie an sich sowie deren Ergebnis ist. Darum ist es nur recht und billig, hier einmal Roß und Reiter zu nennen, die es finanziell ermöglichten, dass das weite Feld der Lernenden und Lehrenden im Bezug auf Ältere sondiert werden konnte. Die Autor(inn)en der Studie, Gabriele Korge und Christian Piele, werteten dazu 1.000 klug überlegte Fragebögen aus – Hut ab!

Hilfe zur Selbsthilfe also: und wie sieht es da mit meinem (heute einmal etwas vorgezogenen) Fazit aus? Hilfe zur Selbsthilfe könnte dann erfolgreich sein, …

  1. … wenn die Lernenden sich nicht als Konsumenten von Input verstehen, sondern sich künftig selbst in Fachfragen helfen wollen und dabei lediglich auf Erkenntnisbegleitung setzen.
  2. … wenn die Lehrenden sich nicht als Löser sämtlicher Probleme sehen bzw. missbrauchen lassen, sondern auf die Prinzipien ihrer Lernerausbildung zurückgreifen (sofern die Trainer / Coaches / Lernbegleiter etc. über derartiges verfügen). Erwachsenenbildner versteht sich per se als Helfer in Lernprozessen, nie als Diktator oder Vorkauer von Inhalten.

Ich treffe beide Varianten an – diejenigen, die das verstanden haben, und die anderen. Bereits in der Vertragsaushandlung zwischen Lehrenden und Organisatoren lässt sich der Grundstein legen und für Verständnis sorgen.

Damit wäre im Grunde von meiner Seite aus schon fast alles gesagt. Oder was fällt Ihnen noch zu diesem Thema ein? Bitte, das Kommentarfeld gehört wie immer Ihnen!

* Studie “Lernen Ältere” mit der Zielgruppe 50 plus. Diese nehme ich zum Anlass, über eigene Beobachtungen als Trainerin / Lernbegleiterin im überwiegend öffentlichen Dienst “von A bis Z” (in mehreren Folgen) zu reflektieren.

Autoren der Studie: Gabriele Korge und Christian Piele / Info und Download

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