J wie Jeck

  • Der Jeck nimmt die Dinge und auch sich selbst nicht bierernst und ist immer bereit, die Welt ein wenig auf den Kopf zu stellen, um die Ecke zu denken. Das macht ihn liebenswert, und insofern ist die Bezeichnung „Jeck“ als Kompliment zu verstehen.
  • Ein Jeck kann aber auch eine Person sein, der geistige Verwirrung oder geistiges Unvermögen unterstellt wird. Hierbei ist zu beachten, dass es sich bei einer jecken Person im Allgemeinen um eine harmlose Variante des Verrückten handelt. (Auszug aus Wikipedia)

Ach, wir könnten in Bildung und Lehre gerne etwas öfter von derlei Jecken gebrauchen. Wie auch die Narren zum königlichen Hofstaat gehörten, sollten allen allzu ernsten und hirnlastigen Referenten und Lernbegleiteren diese lustigen Gesellen beigesellt werden. Denn bei einem entspannten Umgang mit den Lernstoffen durch das „Anklopfen“ des Lustzentrums im limbischen Teil des Gehirns lösen sich Denkblockaden wie von selbst.

„Weil es Spaß macht“

Was hat das nun mit der „Studie Älterer“* zu tun, der ich mich derzeit reflektierend von A bis Z widme? Immerhin kommt das Wort „Spaß“ drin vor, dem ich mich (vielleicht, ich weiß es noch nicht genau) beim Buchstaben „S“ zuwenden könnte.

Im Kapitel 3 „Wie Ältere gerne lernen“ wird zunächst beschrieben, welches Lernen die ältern Verwaltungsmitarbeitenden positiv erinnern. Dazu waren die Befragten aufgefordert, sich für eine Lernerfahrung zu entscheiden, die ihnen im Gedächtnis geblieben ist, weil sie besonders positiv ausfiehl, besonders viel Spaß machte.“ (S. 11)

Außerdem subsummierte die Studie unter dem Stichwort „Lernerfolg“ den „Lernnutzen“ und Lernspaß“ sowie „Punkt-Punkt-Punkt“ (was immer das auch hätte noch sein sollen).

In der Stichprobe nach der Lernmotivation gaben 29% der Teilnehmenden an „Weil es Spaß macht“. Das sind nur 2% weniger als in der Angabe „Um meine berufliche Aufgabe meistern zu können“ (Abb. 12, S. 29). Überrascht es? Nicht wirklich.

In meiner Reflexion lasse ich dazu quasi jetzt „die Hosen“ runter. Denn zugegebenerweiße bin ich kein ausgesprochener Faschingsfan. Einzig der direkt unter unserem Bürofenster (des dritten Stocks) vorbeiziehende Bamberger Faschingsumzug hindert mich (und auch meinen ebenso unwilligen Faschingsmuffel-Partner) daran, wirklich konzentriert zu arbeiten, so dass wir an diesen Tagen uns eher mit Aufräumarbeiten beschäftigen.

Kostüm der Bamberger SchulbieneDoch heuer möchte ich eine Ausnahme machen. Ich werde mich im Kostüm der Bamberger Schulbiene (mein alter ego im Ehrenamt) unters Volk mischen und lernen, grundlos lustig zu sein. Damit mir für die Halbjahres-Lernbegleiter-Saison mein eigener Jeck über die Schulter schauen und assistieren kann. (Einen echten Jecken zahlt mir vermutlich kein Veranstalter.)

Viel Vergnügen nun allen Jecken am heutigen „unsinnigen Donnerstag“ und den darauffolgenden Spaßtagen – nehmt auch ihr ein Stück weit davon mit in euer Lernerleben!

* Studie “Lernen Ältere” mit der Zielgruppe 50 plus. Autoren der Studie: Gabriele Korge und Christian Piele / Info und Download

 

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