M wie Mut, Motivation und moralische Unterstützung

„Ich hatte niemanden, der mir Mut machte“ klingt ziemlich demprimierend. Auf wen dieser Satz zutraf in der „Studie Lernen Ältere“*, der oder die hatte auch weniger Spaß am Lernen und in der Folge konnten sie auch weniger mit dem Gelernten anfangen. Moralische Unterstützung durch Mutzusprechen motiviert also und ist als Rahmenbedingung genau so wichtig wie Ungestörtheit beim Lernen oder die Unterstützung aus dem privaten und beruflichem Umfeld.

Ich kann hier kaum mit einem belastbaren Fazit aufwarten, da ich meine Teilnehmenden in der Vergangenheit noch nie danach gefragt habe, ob sie denn jemanden hätten, der ihnen Mut zuspräche. Zur  Bestätigung des Ergebnisses der Studie kann ich einzig einen Bezug zu unseren eLearning-Seminaren verweisen.

So fällt es den Teilnehmenden leichter, zu einem Ende zu kommen, wenn sie von mir in motivierender Weise angeschrieben werden. Das ist immer dann notwendig, wenn sie sich zeitlich verschätzt und zu spät mit den Modulen anfingen.

Doch aus eigener Lernerfahrung heraus muss ich zugeben, dass mir ein Satz wie „Das schaffst du schon“ zu simpel erscheint. Daher empfehle ich, spezifischere Aussagen zur moralischen Unterstützung zu äußern, wie zum Beispiel:

„Du hast es bis hierher geschafft, dann wirst du es auch sicher zu Ende bringen können.“

„Du hast mit Elan begonnen, dann beharrlich gearbeitet und wirst jetzt mit Schwung das Ziel erreichen.“

„Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen“ (Aristoteles). Der Anfang ist gemacht, also hast du doch schon die Hälfte. Und den Rest wirst du auch noch rund machen.“

„Du wirst neu beginnen müssen, um zum Ende zu kommen, doch du musst schließlich nicht mehr von vorne anfangen.“ (nach Ernst Ferstl)

„Jeder noch so kleine Schritt wird dich zum Ziel führen. Setz‘ weiter einfach Fuß vor Fuß, und du wirst bestimmt und sicher ankommen.““Das schaffst du jetzt zu Ende, weil du dann den Anfang in Händen hältst!“ (nach Hanspeter Rings)“Finis coronat opus“ – um es mit Ovid zu beenden. Aber noch sind wir nicht beim Z … darum – und weil auch mir zuweilen etwas moralische Unterstützung gut tut – habe ich mich durch den heutigen Beitrag selbst motiviert. Immerhin, die Hälfte ist geschafft, die Mitte des Alphabets erreicht!

* Studie “Lernen Ältere” mit der Zielgruppe 50 plus. Autoren: Gabriele Korge und Christian Piele / Info und Download

 

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