O wie Organisatorischer Lernrahmen

Zum organisatorischen Lernrahmen zählen Lernmethoden und Lernsettings, so die Durchführenden der Studie „Lernen Älterer“*, und resümmieren, dass hierzu beispielsweise gehören: zeitlicher Rahmen, Lernort und Lernquelle. Verkürzt könnte man sagen, es ist der gesamte organisatorische Rahmen einer Lernhandlung, der aus einem Methodenmix bestehen kann. Grob ins Englische transferiert wären das die „Learning Activities“.

Ein Methodenmix muss natürlich organisiert werden, um den Lernerfolg zu garantieren. Wer und warum welche Inhalte mit welcher Methode, an welchem Ort und mit (oder ohne) wem wie lange lernt, das kann hübsch aufwändig in der Planung, Durchführung und Auswertung sein. Gut organisiert zu sein ist ein Muss. Daher wird beispielsweise in der Zertifizierungs- und Kompetenzanerkennungsstelle der Weiterbildungsakademie Österrich (wba) zur Erwachsenenbildung ein Abschluss zum Schwerpunkt „Bildungsmanagement“ angeboten. Hat mir Spaß gemacht, war genau „mein Ding“.

Erfolgreiches Bildungsmanagement – und das soll heute mein Fazit sein – kann nur gelingen, wenn die „Subjekte“ dahinter, also die Lernenden, im Falle der Studie die Älteren, nicht vor lauter Überorganisiertheit verschwinden. Ein Stück weit muss Raum gelassen werden, den die Lernenden selbst füllen sollen (was man aber auch als Methode verstehen kann!). Und dem Zufall, der uns wunderbare (Lern-)Erlebnisse verschaffen kann. So zum Beispiel, wenn ein Seminar aufgrund von unerträglichem Baustellenlärm kurzerhand ins Freie verlegt wird. In Zweiergruppen spazieren gehen und dabei diskutierend lernen ist ja auch so neu nicht, doch irgendwann als Methode verloren gegangen. Vielleicht, weil’s zu „einfach“ erscheint?

Den Lernrahmen also organisieren, doch nicht zu protzig gestalten. Barockrahmen waren mal schick, mir persönlich gefallen die, die nicht so auftragen und stattdessen Menschen ins Blickfeld rücken.

* Studie “Lernen Ältere” mit der Zielgruppe 50 plus. Diese nehme ich zum Anlass, über eigene Beobachtungen als Trainerin / Lernbegleiterin im überwiegend öffentlichen Dienst “von A bis Z” (in mehreren Folgen) zu reflektieren.

Autoren der Studie: Gabriele Korge und Christian Piele / Info und Download

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