W wie Workshop

In der Studie “Lernen Ältere”* auf 221 Seiten vermisst: das Wort „Workshop“. Kommt Ihnen bekannt vor, der Satz? Genau, den hatten wir bereits bei „L wie Lernen“. Auch dieses Wort kam niemals darin vor, außer in Verbindung mit zum Beispiel „Lernsettings“. Und genau darin, also in Lernsettings, sind meiner Vermutung nach die Workshops subsummiert. Doch bleiben wir beim Workshop selbst.

Wie sieht ein Workshop in der Regel aus? Meiner eigenen Lernerfahrung nach ist nicht immer drin, was auf der Packung draufsteht. In einem „Lernshop“ quasi Erkenntnisse einkaufen zu gehen und richtig zu worken, also zu arbeiten, geht eher selten. Oft nimmt der Abstimmungsprozess innerhalb der Workshopgruppe den meisten Raum ein. Vor allem dann, wenn Einzelschicksale dominieren und Zeit für langatmige Erläuterungen benötigt werden.

Was kann von einem idealen Workshop erwartet werden? Kreuzen Sie doch mal an:

  • Erkenntnisse
  • Reflexionen
  • Ergebnisse
  • Spaß
  • Einzelarbeitsphasen
  • Austauschphasen
  • Diskussionsphasen
  • Geklärter Ablauf
  • Geklärte Workshop-Jobs (Zeitnehmer/in, Sprecher/in, Moderator/in)
  • Passender Rahmen (Raum, Zeit, Platz, Ruhe, Material …)
  • ?

Fehlt was?

Ja, die Akzeptanz. Denn noch immer gibt es Fortbildungs- und Weiterbildungswillige, die per du keinen Workshop möchten, sondern Frontalvorträge und / oder Einzelarbeit. Siehe auch die Beiträge „G wie Geschleche (I): Beliebte Lernsettings“ | „G wie Geschlecht (II): Erfolgsoptimierte Lernsettings“ | „D wie Diskussion und Dozentenzentriertes Lernen“ | „B wie ‚Beliebte Lernsettings‘ – und ein kleiner Schock“ | „Beobachtungen zum Lernverhalten: A wie Alleine Lernen“

Mein Tipp:

  • Klären Sie als Fortbildungsveranstalter/in Ihre eigenen Erwartungen an Workshops, sofern Sie diese anbieten möchten.
  • Reden Sie über die Rahmenbedingungen zu Workshops, die die Referent(inn)en antreffen werden. Das gilt vor allem für den Zeitaspekt. Meist werden viel zu viele Themen in ein Seminar gepackt. Dann ist die Verwunderung ist groß, wenn es hinten und vorne nicht für ausreichend Workshop-Zeit reicht.
  • Auch vor Ort kann noch geklärt werden, ob die Teilnehmenden Workshops annehmen möchten. Ich verfahre meist so, etwas fünfköpfige Gruppen zu bilden, jedoch auch Teams zulasse. Und wer absolut nicht workshoppen will, wird auch nicht ausgegrenzt. Schließlich ist jede/r seines Glückes Schmied und sollte seine Bedürfnisse und „Lernsettings“ für sich selbst klären dürfen. Gerade als Ältere/r.

* Studie “Lernen Ältere” mit der Zielgruppe 50 plus. Diese nehme ich zum Anlass, über eigene Beobachtungen als Trainerin / Lernbegleiterin im überwiegend öffentlichen Dienst “von A bis Z” (in mehreren Folgen) zu reflektieren.

Autoren der Studie: Gabriele Korge und Christian Piele / Info und Download

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