Z wie Zeit

KirchturmuhrZeit, meine Reflexionen anlässlich der Studie „Lernen Ältere“* abzuschließen. Von der Zeit, die ich darin investiert habe, will ich nicht reden, sie war gut angelegt. Bestätigte und neue Erkenntnisse zeitigen den Erfolg meiner Mühen, denn zur Zeit fragen vermehrt ältere Berufstätige nach einer für sie adäquaten Weiterbildung bzw. adäquaten Beratung an.

Zeit ist vor allem für Ältere ein wichtiges Thema, sie haben ja nicht mehr ganz so viel davon in der Hosentasche, in die junge Leute noch lässig ihre Hände vergraben können, angesichts 20, 30 Jahre vor ihnen liegender Berufs- und Karrierezeiten. Wobei das mit der Karriere im Bibliotheksbereich … nun ja, ich will nicht abschweifen …

„Welche Vorlieben nach Lernzeiten, -orten, gruppen, -quellen etc. ergänzen sich zu einem stimmigen Lernsetting, in dem die älteren Verwaltungsmitarbeitenden gerne und erfolgreich lernen?“ Es ist sicher kein Zufall, dass der Faktor Zeit gleich anfangs zu lesen ist. Das Ziel dieser Studie war es auch, durch die Beantwortung dieser zentralen Fragekette „konkrete Gestaltungshinweise für das Lernen der Älteren zu geben …“.  Ist ihnen gelungen!

„Wer lernt an welchem Lerort und zu welcher Zeit besonders erfolgreich?“ ist die Eingangsfrage für das Kapitel 4 „Wie Ältere erfolgreich lernen“. Und „Erst die Beantwortung dieser Frage macht es möglich, Lernangebote gezielt nach den Bedürfnissen der Älteren zu gestalten.“

Zeit-Faktoren in der Studie:

  • Im soeben genannten Zusammenhang stehen die Abfragen nach dem zeitlichen Umfang der Arbeitszeiten, also ob Voll- oder Teilzeittätigkeit (in Stuttgart waren das zwei Drittel Vollzeitbeschäftigte).
  • Für die Lernbiographie Älterer ist interessant, zu welchen Zeitpunkten, also in welchem Alter, welche Abschlüsse erworben bzw. „Lernanstrengungen“ (was für ein fürchterlicher Begriff!) unternommen wurden.
  • Hinsichtlich der Selbstorganisation wurde nach den Lern- und Pausenzeiten und die zeitliche Belastung (brrr) durch die Lernaktivität (wesentlich schöner, das Wort) gefragt,
  • … und außerdem, ob in der Freizeit oder während der Arbeitszeit gelernt wurde.

Das Ergebnis: am beliebtesten ist die Vielfalt. „Gelernt wird an unterschiedlichsten Orten, zu unterschiedlichen Zeiten und aus einer Vielfalt an Quellen.“ (S. 32) Wobei ein Lernen in der Freizeit nahezu nicht stattfindet und dementsprechend auch nicht Zuhause gelernt wird.

Erkenntnisse und Fazits: Für ältere Teilnehmende lässt sich in Ableitung eben Gelesenes wohl interpretieren, dass E-Learning nicht deren „Ding“ ist. Gut zu wissen!

Außerdem: „Im Rahmen der Arbeitszeit werden Kurse von kürzerer Dauer besucht.“ (S. 38)

Sagt mir, dass ich vermehrt Halbtages-Seminare anbieten sollte. Die proportional jedoch teuerer sind, da der Zeitfaktor schließlich auch für mich als Trainerin gilt. Ein mit einem Seminar angebrochener Tag steht für weitere Arbeiten nicht mehr wirklich zur Verfügung, ergo muss ein nicht mehr belegbarer Vor- oder Nachmittag von der Halbtageshonorierung gänzlich aufgefangen werden.

Aber auch die Veranstalter wie Fachstellen oder Verbände arbeiten im Verhältnis mit einem höheren Zeitaufwand, denn die Vorbereitung zu einer Fortbildungsausschreibung, -organisation, -durchführung und -nachbereitung bleibt sich ja gleich, ob Halb- oder Ganztagsseminar.

Abschied von der Studie

Nun wird es Zeit, mich von der Studie zu verabschieden, … schade eigentlich. Ich könnte glatt das Alphabet wieder von vorne beginnen, zu jedem Buchstaben einen weiteren Begriff wählen. Ich will die Verabschiedung vom Z wie Zeit (wahlweise hätte ich mich auch für „Zusatzqualifikation“ oder „Zusammenhänge“ erwärmen können) nutzen, um auf meine für Sie angebotenen Seminare zum Zeitmanagement hinzuweisen. Denn diese sind für alle nützlich, ob jüngere oder ältere Fortbildungswillige!

Danke für Ihre Aufmerksamkeit für diese Reihe!

B5]  Zeitgewinn durch Ordnung im Büro
B6/a]  Zeitmanagement, Stressbewältigung
B6/b]  Zeitmanagement, Selbstmanagement

* Studie “Lernen Ältere” mit der Zielgruppe 50 plus. Diese nehme ich zum Anlass, über eigene Beobachtungen als Trainerin / Lernbegleiterin im überwiegend öffentlichen Dienst “von A bis Z” (in mehreren Folgen) zu reflektieren.

Autoren der Studie: Gabriele Korge und Christian Piele / Info und Download

 

 

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