Externe sind die neuen Internen

Organisationsentwicklung Kürzlich stolperte ich über die Vortragsfolien der Düsseldorfer Kollegin Dr. Irmgard Siebert mit dem humorvollen Titel „Keine Angst vor Dienstleistern“, gehalten zum 98. Bibliothekartag in Erfurt am 03.06.2009.

Vor allem, was den Einblick in die Internas der Bibliothek betrifft, sind Lernbegleiter/innen (auch: Berater/innen, Coaches, Moderator/inn/en etc.) zuweilen alles andere als „extern“ zu bezeichnen. Klar, wir mögen nicht das tägliche Brot miteinander teilen. Doch was das Wohl und Wehe der uns konsultierenden Bibliothek betrifft, haben wir – zumal, wenn wir kontinuierlich über mehrere Jahre hinzugezogen werden – eine breite Übersicht und oft einen tiefen Einblick über alle Abteilungen hinweg. Dazu gehört viel Vertrauen, denn nach außen darf schon rein gar nichts dringen.

Mit ein Grund, warum ich in meinem Weblog hier recht zurückhaltend bin mit „Geschichten aus meinem Berufsalltag“. Und auch so manches Mal eine Woche vergeht, in der ich eben nichts berichte, bzw. berichten will. Wie eben erst.

Ja, ich könnte Bücher schreiben, mit dem Schreiben tue ich mich ohnehin leicht. Aber auch mit der Zurückhaltung von Internas. Denn tatsächlich fühle ich mich nach nur wenigen Stunden, die ich intensiv in einer Einrichtung verbracht habe – doch auch schon in den vielen Stunden der Vorbereitung –  wie eine Kollegin. Der Abschied fällt mir jedesmal schwer, und ich freue  mich immer sehr, wenn ich – auch  nach Jahren erst – wieder eintauchen darf in die (hoffentlich) „Never-ending-Story“ dieser Bibliothek. Was hat sie in der Zwischenzeit umgesetzt und erlebt? Welche alten Probleme konnten bewältigt werden, welche neuen Anforderungen tauchten auf?

Heute beispielsweise freue ich mich auf ein baldiges Wiedersehen mit dem Sauerland, hier mit den Briloner und Arnsberger Kolleginnen und Kollegen. Die (gefühlt erst kürzlich) zugeklappten Ordner mit den Skripten und Mitschriften, Bahnverbindungen und Hotelprospekten etc. stehen in Reichweite. Ich vertiefe mich in das, was war und stelle Überlegungen an zu dem, was kommen wird, erstelle eine Online-Abfrage zur Vorbereitung … und schwupps fühle ich mich ein Stück weit wieder als Interne.

Um mit dem Titel von Dr. Siebert zu schließen: Keine Angst vor Externen, sie stehen ihren Kundinnen und Kunden innerlich näher, als diese vielleicht glauben! Und wir, die sogenannten Externen, wollen das Beste für ihre Kund(inn)en. Doch was DAS GENAU ist, das können die Auftraggeber/innen nur selbst bestimmen. Ich jedenfalls helfe gerne dabei mit, es herauszufinden!

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: