7 auf einem Streich, oder: eine Perlenkette im Sauerland

Wie eine Perlenkette reihen sich die Bibliotheken auf, die an zwei Tagen zu Changemanagement in Brilon sowie in Arnsberg zusammen kommen werden. Ohne derartige Aufträge wüsste ich so rein gar nichts von diesem Teil Deutschlands. Orte wie Neheim, Hüsten, Arnsberg, Sundern, Meschede, Olsberg und Brilon bereichern einen Teil meiner inneren Landkarte, die nach beinahe 30 Berufsjahren, davon fast 20 als höchst mobile Lernbegleiterin dicht gewebt ist. Es fühlt sich spannend und lebendig an, und auch nach all der Zeit freue ich mich noch über jede einzelne neue „Perle“.

Hotel in NeheimWenngleich ich wenig Gelegenheiten habe, alle Orte wirklich gut kennenzulernen, so bleibt es nicht nur beim Anblick des Bahnhofs, des Hotels oder des Veranstaltungsraums. So gewähren mir die „Ortsvertreter/innen“ in Gestalt von Bibliothekswesen ein Stück weit Einblick in ihre regionale Welt. Sie sprechen von ihren Kundinnen und Kunden (oder auch Leserinnen und Leser), sie erzählen von ihren Erlebnissen, den guten wie weniger guten, von den Rahmenbedingungen, in denen sie ihre vielfältige Arbeiten verrichten, und von ihrem Verhältnis zu Land, Leute und kommunal tätiger Menschen, ob Verwaltung, Bürgermeister/in oder Stadträte und sonstige Politiker/innen, aber auch von ihren Begegnungen mit kulturellen Insitutionen, der Wirtschaft, den Schulen und Kirchen etc.

So langsam – und vor allem bei häufigeren Besuchen wie in Brilon – entsteht ein buntes Bild in mir, von diesen Orten, von meinem Heimatland (zuzüglich A und IT), dass sich – je nach aktueller Lage (z. B. Stichwort Flüchtlinge) – immer wieder ändert. Und damit auch mein eigenes Weltbild, das ohne diese Erlebnisse eingeschränkt wäre, verortet in der eigenen Region und aus zweiter oder dritter Hand aus den Medien erfahren.

Mein Beruf, so, wie ich ihn auslebe, dünkt mir als perfekte Art der immerwährenden, eigenen Weiterbildung. Dafür danke ich meinen Kundinnen und Kunden sehr! Und gebe gerne all das weiter, was ich aus allen Begegnungen erfahren durfte. So sehe ich mich viel mehr als Multiplikatorin denn als „Trainerin“ und schätze mein Arbeitsergebnis als einen Verdienst vieler ein. Eigentlich müsste ich so gesehen mein Honorar mit allen teilen. Nun, dann könnte ich natürlich nicht mehr weitermachen. Doch was ich gerne teilen kann, sind Impulse und Anregungen, Gedanken und Geschichten, wie zum Beispiel hier im Weblog oder in diesem dort.

Bis bald, ihr Perlen des Sauerlandes – und anderswo!

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