„Weil sich immer etwas ändert …“

Stadtbibliothek Brilon, Kinder- und Jugendabteilung… auch, wenn eben nur mal zwei Jahre dazwischen liegen, als ich neulich wieder in die Stadtbibliothek Brilon von der Kollegin Ute Hachmann eingeladen wurde. Aufgefallen sind mir sofort etliche Details wie neue Präsentationsregale und der „Relaunch“ der Kinderbibliothek. Wieso eigentlich hier noch über Veränderungsmanagement reden?

WiderständeWeil es nicht nur um Brilon, sondern auch um drei andere Bibliotheken geht, nämlich Meschede, Olsberg und Sundern. Und weil es nicht nur um das Neubeschaffen von Mobilar oder die Renovierung von Räumen geht, sondern vielmehr, wie die innere Wandlung vor sich gehen kann im Sinne einer Organisationsentwicklung mit dem Fokus auf die Beteiligung der Betroffenen. Also die Mitarbeiter/innen und die Stakeholder, allen voran die Nutzer/innen und alle diejenigen, die mit der Bibliothek unmittelbar zu tun haben. Sie alle tragen potentiell den einen oder anderen Widerstand in Form von „Nicht wollen-können-dürfen-verstehen“ in sich.

Es gilt, diese Widerstände zu verstehen und aufzulösen und dabei die Eigeninitiative und die Motivationen aller zu einem stimmigen Ganzen zu fügen. Dabei sollten Strukturen so verändert werden, dass sie den Bedürfnissen der Betroffenen entsprechen. Das Wissen um Change Management hilft, Reibungsluste zu minimieren, die Akzeptanz von Veränderungen zu steigern und – ganz im Sinne der deutschen Seele – die Effektivität und Effizienz des Arbeitens. Das ist natürlich nicht an einem oder auch zwei Seminartagen zu schaffen, doch sicherlich kann dafür ein Grundverständnis geweckt werden.

Flipchart zum Change ManagementWir stellten uns konkret folgende Fragen:

  • Welche Veränderungen wollen wir?
  • Warum „müssen“ wir das + das + das tun?
  • Wie legen wir Prioritäten fest?
  • Wann ist Schluss mit Diskussioen?
  • Wann müssen wir reagieren?
  • Was ist (nicht mehr, anders, neu) zu tun?
  • Und schlussendlich: Wie ist es (anders, neu) zu tun?

Vorgestellt wurden verschiedene WAS- und WIE-Instrumente, ein paar davon unterzogen wir gemeinsam, zu zweit oder in Gruppen einem Praxistest, gemeinhin „Workshop“ genannt. Intensiver widmeten wir uns dabei den „vier Räumen der Veränderung“.

Workshop zum Change ManagementDiese durchschritten wir in zwei Durchgängen, um uns über die Verhaltensphänomene im Klaren zu werden und nachfolgend Verhaltensempfehlungen zu geben. Dazwischen überprüften die Bibliotheken anhand einer „Spielkarte“, in welchem der Räume sie sich selbst, das Team, die Führungskraft, die Verwaltung und der Kunde momentan befinden.

Wenngleich so manche mit „ganz etwas anderem“ gerechnet hatte, war die Meinung einhellig: „Wie gut, dass wir darüber geredet haben“ und „Wie immer auch der Druck von außen aussehen mag – wir lösen (effektiv), was WIR können und was mit unseren Potenzialen (effizient) möglich ist“.

Ich jedenfalls bin mir auch in Brilon sicher: Die Lösungen saßen allesamt mitten unter uns.

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