Hochleistungsgehirne, Kommunkationswunder und Superorganismus

Bienen auf Pollen-HonigwabeDass das WEGA-Team mit Bienen „per Du“ ist, hat sich herumgespochen. Und wie sehr Freizeit und Berufsleben ineinander spielen und voneinander profitieren, konnte ich unlängst an einem der packendsten Bücher seit Langem erleben. „Die Intelligenz der Bienen“ vom renommierten Bienenforscher Randolf Menzel und dem Wissenschaftsjournalisten Matthias Eckoldt, erschienen 2016 in Knaus Verlag. „Wie sie denken, planen, fühlen und was wir daraus lernen können.“ lautet der Untertitel, und ja, ich habe wieder einmal eine ganze Menge daraus gelernt!

Ich weiß gerade nicht, welchen Organismus ich mehr bewundere: die aus der Linie der Ur-Münder (Protostornier), an derem Insekten-Ende die Biene steht, oder die der Neumünder (Deuterostomier), an deren Wirbeltier-Ende der Mensch steht. (Wobei … eigentlich weiß ich es doch. Aber ich werde nicht mein eigenes Nest beschmutzen!)

Und es wäre nicht das erste Mal, dass ich Übereinstimmendes, aber auch Trennendes (was nicht minder interessant ist!) zu Bienen und Menschen einem bibliothekarischen Fachpublikum näher hätte bringen wollen. Bereits aus dem Buch „Bienendemokratie“ von Thomas D. Seeley war zu erfahren, „Wie Bienen kollektiv entscheiden und was wir davon lernen können“ (S. Fischer, 2014). Als Grundlage zu einem Vortrag für den Bibliothekartag in Nürnberg 2015 unter dem Titel „Zwischen Bienenfleiß und Angriffslust: das Bibliothekswesen im Licht der Imkerei“ eingereicht, fand es gleichwohl leider keine Annahme. Doch das lag eher an der Tatsache, dass man Selbständigen gegenüber generell und grundsätzlich verwehrt, im Hauptprogramm Aufnahme zu finden. Darüber habe ich mich an anderer Stelle zur Genüge ausgelassen.

Bevor ich erneut einen kurzweiligen Vortrag ausarbeite, der für die Bereiche „Management, Organisationsentwicklung, Lernen, Personalentwicklung“ eine Bereicherung sein dürfte, genieße ich die freie Zeit lieber damit, mich persönlich weiterzubilden und all die wundervollen, faszinierenden Erkenntnisse der Neurobiologie gänzlich für mich zu behalten. Hm, ob ich das wohl durchziehe? Sicherlich findet es den einen oder anderen Nachhall innerhalb meines Berufs als Erwachsenenbildnerin. Denn die Stärke von Menschen dieser Branche ist es, immer und immer hinzuzulernen. Und dieses Phänomen macht nicht vor der Freizeit halt. Andere Branchen tun sich mit dem Dazulernen etwas schwerer. Oder sollte ich mich irren? Wir werden sehen … und bis dahin weiter lesen!

P. S.: Blick in ein 3-D-Bienengehirn hier möglich.

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