Mogelpackung „Workshop“? Gemeinsam viel erreichen

Eigentlich schade. Viele als Workshop bezeichnete Fortbildungen sind alles, nur kein „Shop mit Auswahlmöglichkeit“. Und gearbeitet wird auch nur nach Referentenvorgaben (die allerdings häufig sogar von den Teilnehmenden ausdrücklich erwünscht sind). Erwarten könnte man hingegen einen vermehrten Austausch der Teilnehmenden untereinander sowie viel, viel „Selbermachen-dürfen“, Einübungen und eine Stimmung wie in einem Makerspace-Raum. Wobei die Raumsituation mancher Fortbildungsveranstalter alles andere als aktivierend wirkt. Trotz Platznot wird auf den Titel „Workshop“ beharrt.

Gemeinsam Doch (relativ) neue Begriffe wie „Open Space“ oder „Worldcafé“ werden den guten, alten „Workshop“ mehr und mehr ersetzen. Hoffen wir, dass ihnen nicht ähnliches widerfährt wie ihren Vorgängern und sie zu reinen Worthülsen verkommen. Denn die Lösungen aus a) gemeinsam entwickelten Ideen von b) selbst benannten Problemstellungen bei c) anschließender Diskussionen über deren Verwirklichung haben große Überlebenschancen über den Fortbildungstag hinaus. Nennen Sie es „Nachhaltig“ oder „Verstetigend“ oder „Zukunftsfähig“, wie Sie wünschen. Hauptsache, Sie wünschen es sich ausdrücklich: einen echten Workshop & Co. Denn nur, wenn Teilnehmende sie einfordern, haben auch die Referenten eine Chance, mitzugehen.

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