Routinierte Baustellen des Lebens

BaustellengerüstHaben Sie nicht auch manchmal das Gefühl, das Leben gleicht einer ständigen Baustelle? Und kaum ist an einer Stelle das Gerüst abgebaut, tut sich an einer anderen erneut ein zu renovierendes Teil auf. Keine Sorge – große Kirchen werden ja auch niemals fertig und sind dennoch praktisch immer betriebsbereit.

Ganz ähnlich verhält es sich mit großen Bibliotheken. Wobei man dort „Baustelle“ als „Projekt“ bezeichnet. Wie gut, dass Haushaltspläne zu schreiben sind. So ist man im Planfluss drin und wird eher weniger erstaunt sein, was so alles (immer wieder und viel zu oft) anfällt. Fixpunkte sind ebenfalls hilfreich, sich nicht im Gerüstauf- und abbau zu verheddern und an ihnen zu verzweifeln, beispielsweise der Jahresbericht im Januar/Februar, die Aktionen um Jahresfeiern wie Ostern, Pfingsten (dekoriert hier eigentlich jemand was, und wenn ja, was?!) oder Weihnachten kurz nach Halloween (seufz) oder der Jahresurlaub …

Für Selbständige wie mich gibt es – außer der Steuererklärung vielleicht – eher weniger Arbeitsroutinen, dafür um so mehr „Baustellen“. Weblogschreiben allerdings ist so eine Routine, die ein Gefühl für „Alltag“ und ein Stück weit Normalität vermittelt, während ich mich flexibel und allzeit auf Überraschungen gefasst durch den Stangenwald schlängle. Vielleicht eines der Gründe, warum ich den Tagebüchern (dem hier und dem bibfobi-Blog) so treu bleibe?

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