Sommersonnesatte Probetrainings

Turnschuhe„Allerweil-schee-is-a-ned-scheeeee“, konstatiert der gemeine Franke, wenn ihm beispielsweise die Sonne allzu lang und schön auf den mit gut gefüllten Seidla „mühsam“ heruntergekühlten Hopfenschwellkörperteil brennt.

Da ich ohnehin, wenn, dann höchstens Weinschorle als Erste-Hilfe-Maßnahme verwende, muss ich mir nicht allzu viel Sorgen um meine Leibesmitte machen. Dennoch – da dürfen aus anderen Gründen ruhig ein paar Zentimeter runter, um den Herbsthosenkauf nicht zum Hindernislauf werden zu lassen. Also ist für den IRGENDWANN-ist-Schluss-mit-Lustig-Herbst ein Fitnessstudio angesagt. Doch welches nur? Der Test begann Anfang August.

Ein paar Probetrainings weiter kristallisieren sich mir zunächst drei „Nichts“ heraus. Und zwar:

  • Ich begreif’s nicht.
    Die Erläuterungen sind mir zu schnell vorgetragen, als dass ich deren ganze Tragweite erfassen kann. Die verwendete Fachtermini, diverse Körperteile und Aktionen betreffend, erfasse ich als Laie daher gar nicht oder nur zeitverzögert. Was bedeutet, dass ich die erste Hälfte des nächsen Info-Wortschwalls nicht mitbekommen kann. Ergo höre ich nur jeden zweiten Satz tatsächlich, von dem ich allerdings nur die Hälfte kapiere. Ich schalte ab.
  • Ich schluck’s nicht.
    Es reicht mir nicht, wenn ich erläutert bekomme, WAS ich machen muss, sondern brauche für die innere Akzeptanz auch die Erklärung, WARUM ich es SO machen soll und nicht anders. Manchmal klappt das, doch oft wird es als selbsterklärend vorausgesetzt.
  • Ich will’s nicht.
    „Nehmen Sie sich ein Getränk mit. Welches wollen Sie?“ Hm, erst mal kucken. Was haben sie denn so für Geschmacksrichtungen? Sind die glutenfrei? Haben Sie auch einfach nur Wasser? Was ist ein Mineralgetränke-Flatrate? So was wie „All-you-can-Sauf“, hihi? Ups, die Mundwinkel zucken verdächtig, ich glaube, ich sollte einfach auf irgendwas hineuten und so tun, als würde ich Durst haben.

Klar, ich könnte nach diesen (und weiteren ungesagt gebliebenen) Erlebnissen nölen: „ich bin zu alt, zu doof, zu kompliziert, zu kritisch …“. Nein, diese Leier tu ich mir nicht an. Vielmehr überlege ich, wie oft es möglicherweise meinen Teilnehmenden ebenfalls schon zugemutet habe, wenn ich etwas zu schnell erläutere, oder zu siegessicher „die richtige Lösung“ präsentiere, die sich ja wohl von selbst erklärt, oder wo ich zu wenig Zeit ließ für Entscheidungen.

Was bei diesem Gedankenspaziergang (Fachterminus: Reflexion) herausgekommen ist, möchten Sie wissen?

Schreib‘ ich Ihnen morgen! Jetzt ist erst mal Fitness im unkomplizierten Hainbad angesagt, ganz ohne Entscheidungen, weder zur Jahres-, Stunden- oder Wochenflatrate (kostet einfach für alle und für egal wie lange € 1,-), noch dazu, welchen Sprungturm, welche Rutsche, welche überfüllte Schwimmbahn etc. ich nehmen soll (gibt nichts dergleichen, nur die kühle Regnitz) … viel Zeit, um Nachzudenken beim einfach nur Schwimmen. Lechz! Sonne, ich komme!

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Eine Antwort

  1. […] Danke, war prima im Hainbad! Und hier die Ergebnisse meines Gedankenspazierganges zum Beitrag „Sonnensatte Probetrainings“. […]

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