30 Punkte für 30 glückliche Berufsjahre

Wolkenhimmel, weiß-blau und blau-weißBilanz nach 30 Jahren: 3 Berufe erlernt, 10 Jahre als Bibliotheksleiterin gearbeitet, 20 Jahre als Selbständige. Diesem Tagebuch vertraue ich hiermit die 30 (nicht gerankten) Punkte an, die mir halfen, 60% meiner anzunehmenden Lebenarbeitszeit (schätze, so mit 70) erfolgreich zu „überstehen“.

15 Verlass-Punkte, auf die ich bauen konnte

  1. Vorstellungsgabe, Phantasie und Neugierde
  2. Disziplin und Ausdauer, Aushalten können
  3. Reflexionsvermögen und Fehlertoleranz
  4. Authentizität bei gleichzeitigem Rollenverständnis
  5. Verantwortungsbewusstsein, Verlässlichkeit
  6. Prioritäten setzen (= Zeitmanagement)
  7. Offenheit für Neues (= Lern- und Entwicklungsbereitschaft)
  8. Langer Atem und Geduld – in mich und für andere
  9. (neu) Beginnen und (rechtzeitig) Beenden können
  10. Lebens- und Arbeitslust bei gleichzeitiger Menschenliebe und viel Optimismus
  11. Einen hilfsbereiten Teamgefährten und toleranten Partner an meiner Seite
  12. Vertrauen in mich selbst und Gottvertrauen
  13. Kommunikationsfähigkeiten in Wort und Schrift
  14. Die Nerven und den Überblick behalten in Krisensituationen
  15. Flexibilität und Spontanität, wenn eine gute Planung nicht greift

10 Aufpass-Punkte, auf die ich besonders achtgeben muss(te)

  1. Grant, Ärger, Wut bis hin zum (leider vererbten) Jähzorn
  2. Verfrühte Annahmen, voreilige Schlussfolgerungen
  3. Technikunlust
  4. Auf den letzten Drücker zum Bahnhof
  5. Nicht Nein-Sagen können (die ersten 20 Jahre)
  6. Einen sportlichen Ausgleich finden (die letzten 10 Jahre)
  7. Kleinteiligkeit und Ausführlichkeit
  8. Ins Bett zu finden
  9. Gutmütigkeit, mich ausgenutzt fühlen
  10. sehr breites Spektrum an Interessen (= Überbeanspruchung)

5 Abgehakt-Punkte, die ich (längst) hinter mir gelassen habe

  1. Befürchtungen
  2. Sicherheitsbedürfnisse
  3. Müssen müssen
  4. Auf wirklich ALLES vorbereitet sein wollen
  5. Perfektionismus

Welche Punkte haben Ihnen geholfen oder sie beinahe behindert in Ihrem Arbeitsleben? Würde mich interessieren

Wie auch immer … mein Eindruck ist, dass wir uns selbst nicht im Weg stehen sollten, indem wir unseren vermeintlichen Schwächen allzu viel Aufmerksamkeit schenken. Ich tue dies ungern, denn es lenkt zu sehr von den Stärken ab. Natürlich lässt sich manches vermeiden oder ändern, was uns definitiv zu häufig ein Bein stellt. Üben, üben, üben … das wird schon!

Letztendlich fand ich tatsächlich auch weniger „Aufpasspunkte“ als „Verlasspunkte“, obwohl ich sehr gründlich nachgedacht hatte. So musste ich „Abgehaktpunkte“ nachschieben, die für mich keine Bedeutung mehr spielen, um die 30 doch noch aufzufüllen. Doch irgendwie auch schön, sie aufgestöbert zu haben, denn ich freue mich, dass ich definitiv Balast verloren habe. Mal sehen, was ich bis zur Rente noch loswerden kann.

Daran ARBEITEN werde ich allerdings nicht wirklich. Doch weiterhin im Auge behalten. Dazu kann ich nicht Nein sagen …

 

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