Neujahrsempfang mit Stabwechsel der Staatbibliothek Bamberg

Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek München, Dr. Klaus Ceynowa, Prof. Dr. Werner Taegert muss man in Bamberg nicht lange vorstellen. Mehr als 30 Jahre wirkte er in der hiesigen Staatsbibliothek, davon seit 2006 als Direktor. Zum Neujahrsempfang vermischte der Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek München, Dr. Klaus Ceynowa, die Abschieds- mit den Freudentränchen. Letztere flossen für Teagerts Nachfolgerin, Dr. Bettina Wagner. „Wenn der Beste geht, muss die Beste kommen!“, so Ceynowa, der allerdings mit dem Weggang der anerkannten Kapazität in Sachen „Altes Buch“ (um es mal grob zu umreißen) in seinem Hause nun selbst eine Lücke zu schließen hat, nämlich in der Abteilung für Handschriften und Drucke.

Süßer Ruhestand

Dr. Bettina Wagner. neue Direktorin der Staatsbibliothek BambergUm Herrn Taegert („Ach, lassen Sie doch den Titel einfach weg!“) den Ruhestand zu versüßen, brachte das Prof. Dr. Werner Taegert, scheidender Leiter der Staatsbibliothek Bamberg am Neujahrsempfang, 19.07.2017WEGA-Team selbstverständlich Honig mit. Noch bevor wir diesen allerdings auspacken konnten, sprach uns dieser so unkomplizierte wie hochgelehrte Mann auch schon auf das Glas an, welches wir bei einem früheren Besuch zu einem der zahlreichen, überragenden Ausstellungen nebst den damit verbundenen Eröffnungsveranstaltungen der Staatsbibliothek an ihn verschenkten.

Es hätte ihm wohl sehr gemundet und er beschrieb lebhaft aus dem Gedächtnis heraus das – zugegeben feinsinnig von uns erdachte – Etikett. Wir waren leicht sprachlos. Dass ein Altphilologe, Anglist und Bibliothekar ein scharfes Auge für Details haben musste, war uns zwar klar. Doch so etwas „unbedeutendes“ wie unser Honigaufkleberla? Na, also das ist doch wohl diese Anekdote hier wert!

Allerlei Verbindendes

Leiterin der Volkshochschule Bamberg, Dr. Anna ScherbaumNebenbei lernten wir auch die neue Leiterin der Volkshochschule Bamberg, Dr. Anna Scherbaum, kennen. Da wir in unserem Ehrenamt (Bamberger Schulbiene) in der VHS als Dozenten tätig sind, war das ja längst überfällig. Ganz offensichtlich hat sich an Bambergs Kulturspitze gerade ziemlich viel Frauenpower versammelt. So ist auch die Direktorin der Bamberger Museen der Stadt Bamberg, Dr. Regina Hanemann, eine respektable weibliche Persönlichkeit. Auch sie war Gast in der Neuen Residenz, und auch sie ist mit uns durch das Süße verbunden, ist sie doch eine unserer Bienenpatinnen. Und so hätte dieser Beitrag genau so gut auf der Webseite unserer Privatinitiative Bienen-leben-in-Bamberg.de stehen können.

Aufs trefflichste sind in Bamberg (und in meiner Person) Bienen und Bücher miteinander verbunden, denn vom Lorscher Bienensegen ist es nicht mehr weit zum Lorscher Arzneibuch, und darin ebenfalls vom Honig die Rede. Hier haben es Herr Taegert und sein Team geschafft, es in das UNESCO Memory of the World zu verankern. Auch zu diesem Festakt waren wir zugegen und wieder einmal „stolz wie Oskar“ auf diese wunderbare Stadt mit all seinen unglaublichen Schätzen an Menschen und Dingen.

Allerlei Bekannte(s)

Ilona Munique und Karin Kuhn, Neujahrsempfang Staatsbibliothek Bamberg am 19.01.2017Unter den Klängen des (unter diesem Titel angekündigete dreiköpfige) Lewandoswki Salon-Quartett freuten wir uns auch über ein Wiedersehen mit Schlossherrin Karin Kuhn, Leiterin der Staatlichen Bibliothek in Aschaffenburg, mit der mich meine Zeit der BIB-Fortbildungskommissionarbeit verband. Ebenso freute ich mich, nach langen Jahren mit Dr. Ute Kissling aus der Staatlichen Bibliothek Ansbach – im Übrigen ebenfalls eine Schlossherrin – ein paar Worte gewechselt zu haben. Welche der zahlreichen Fortbildungen wir miteinander genossen hatten, fiel uns zwar nicht mehr ein, doch tat es einem guten Gespräch keinen Abbruch.

Blieb zuletzt, uns ins Gästebuch zu schreiben, wie es guter Brauch in der Staatsbibliothek Bamberg ist. Dr. Stefan Knoch, als stellvertretender Leiter vermutlich mit der Aufgabe betraut, allen Protagonisten den Übergang zu erleichtern, wird sicherlich weiterhin auf die Einhaltung der ehernen Regel achten: „Keiner verlässt die Ausstellung ohne Eintrag!“ Dieser wirklich immer sehr charmant vorgebrachten Bitte wollten wir auch diesmal Folge leisten, ganz ohne Aufforderung, wir waren schließlich bereits darauf geeicht. Doch, oh weh! … noch kein war kein einziger Eintrag darin an diesem denkwürdigen Abend des 19.01.2017 erfolgt. Da Reinhold und ich nicht die allerersten sein wollten – das wäre dem hohen Anlass so rein standesgemäß nicht völlig gerecht geworden – bat ich in meiner Verzweiflung (hoffentlich ebenfalls charmant) Generaldirektor Ceynowa um den Ersteintrag. Was denn auch dankenswerterweise geschah. So konnte ich mit Wehmut reimen …

Die Ära Taegert geht zu Ende | die Gästebücher sprechen Bände | … und endete selbstredend mit einem Willkommensgruß an die recht sympathisch wirkende Frau Dr. Wagner. Ja, auf dem Domberg wird es erfolgreich weitergehen, ganz ohne Frage. Vor allem in Punkto Öffentlichkeitsarbeit, eines unserer Leib- und Magenthemen, sollen neue Wege gegangen werden. Wir dürfen alle gespannt sein!

P. S. Natürlich gäbe es noch viel zu erzählen, etwa zum Vortrag von Prof. em. Dr. Rolf Bergmann und der kleinen, feinen Ausstellung und dem Bufett. Doch dem ausgewogenen Bericht im Fränkischen Tag mochten wir hier nichts wegnehmen oder gar vorgreifen.

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