#ebmooc17. Kruscheln in den Inhalten

Screenshot #EBmooc17: 1. Woche, Unterlagen[Serie #ebmooc17. Aufbau und Lernen (3): Lerninhalte]

Die zweite EBmooc17-Woche bricht an. Daher schnell noch den Rest zur ersten Woche nachgereicht Denn natürlich ist es mit dem Anmelden und Vorstellen sowie dem Webinar zu „Einführung und das Lernen in MOOCs“ noch nicht getan gewesen.

  1. Transkripte – zwei Transkripte, die die Inhalte der Lernvideos referenzierten. Da wünschte ich mir, dass gegenseitig darauf verwiesen wird, ob die Inhalte identisch sind. Das würde mir Zeit sparen.
  2. Literatur – Das Thema Wissensmanagement als Basisdisziplin für praktisch alles im Arbeitsleben hatten wir im WEGA-Team bereits im Jahr 2011 aufgegriffen. Daher war ich neugierig auf die Datei: „Digitalte Werkzeuge für die persönliche Wissensorganisation“ von Jana Kunze aus der HU Berlin. Sehr brauchbar für Einsteiger die „Abschließenden Hinweise zur Auswahl von Werkzeugen“. Ich nehme mir vor, einige der darin genannten Wissensmanagement-Tools stärker ausprobieren, wobei ich meine bereits schon länger eingeführten Werkzeuge (z. B. MindMaster, Zotero, Etherpad, Google Docs (Tabellen), Dropbox …) sicher nicht so schnell aufgeben werde. Never change a running system. Außerdem arbeite ich mit personenbezogenen Daten, da verbietet sich manches von selbst.
  3. Tipps und Kurzanleitung – Eine Datei mit „Tipps zum Anschauen von Videos“ macht mich nachdenklich. Wer diese Tipps heute noch braucht?!? Pfui, schäm‘ dich für den Gedanken! NE, aber im Ernst und ohne Überheblichkeit: Wer dies Basics benötigt, also, da möchte ich mir gar nicht vorstellen, wie verwirrend für den- oder diejenige ein MOOC sein muss, oder die o. g. Literatur zum Wissensmanagement mit all seinen fremd klingenden Begriffen und Namen.
  4. Link – Der Link zu „Mehr über digitale Werkzeuge (CC BY SA)“ führt (mittlerweile, anfangs nicht) ins Leere. Hier ein alternativer Link.
  5. wEBtalk* – der Einstiegslink führt zum Video „Digitalisierung in der Erwachsenenbildung“ und zur Zusammenfassung. Ich gestehe, dass ich mir das einstündige Video ersparte und gleich die Kurzfassung las. Denn die „versprochenen“ 3 Stunden Lernzeit pro Woche wären schon schnell aufgebraucht, würde ich allen Spuren nachgehen wollen. Mein Fazit aus dem Reinspitzen: Hier wird die Metaebene berührt, die ich zunächst als „interessant, aber nicht jetzt“ zu den Akten lege. Was bedeutet, hier in meinem Wissensspeicher „Weblogbeitrag“ zu speichern. Abgehakt.
  6. MOOC-Links – zum Thema MOOC weiß ich theoretisch genug, das praktische finde ich im Moment zielführender für mich. Also nur kurz mal reingeklickt. Fand’s aber interessant, dass sich sogar die „Stiftung Warentest“ (Online lernen: Zum Nulltarif dem Professor lauschen) mit MOOCs beschäftigt hatte. Ihr Resümmee: „Moocs ersetzen kein Studium.“ Und auch keine Präsenzveranstaltung, wie ich finde. Doch das will er auch nicht.
  7. Lerntagebücher – ach, na ja. Nett. Mir ist jedoch klar, dass ich da so als Steinbock-Geborene und damit offenbar verbunden der fast schon unanständige Hang zu Organisations- und Ordnungsstrukturen einen riesen Vorsprung habe. Den ich schließlich auch beruflich nutze, um u. a. genau über DIESE Themen zu referieren. ;-)

Fazit: Die Macher des EBmoocs versuchen einerseits, die absoluten Einsteiger/innen anzusprechen und aufzubauen, andererseits Versierte bei Laune zu halten. Ein auf beiden Seiten nicht ganz einfacher Spagat, will mir scheinen. Bin gespannt, wie die Absprungsrate sein wird. Da jedoch alles auf längere Zeit gehostet wird, könnten sich die Abspringer/innen später noch dran versuchen, vielleicht auch bei einer Neuauflage. (Fällt mir der Selbstlernkurs Lernen 2.0 mit der Neuauflage „Die 13 Dinge“ ein, den man ebenfalls nach wie vor belegen kann. Allerdings ohne Feedbacks. Und einigen ins Leere laufenden Links.)

Vorsatz:
Siehe unter Punkt 2. sowie jetzt im Anschluss endlich das Lernquiz absolvieren und darüber berichten. Natürlich ohne zu spoilern, versteht sich!

* „wEBtalks sind das interaktive Online-Format von erwachsenenbildung.at. ExpertInnen teilen ihr Wissen dabei in Form eines kurzen Impulses, eingeladene Fachleute tragen zur Diskussion bei.“ In: Aktuelles -> Nachrichten (Erwachsenenbildung.at).

#ebmooc17. „Wir machen das Internet kaputt“

[Serie #ebmooc17. Aufbau und Lernen (2): Webinar]

Das 1. Webinar innerhalb des EBmooc17. Thema: Einführung und das Lernen in MOOCs. Ausblick für rund 250 Teilnehmende, moderiert von einem fünfköpfigen EBmooc-Team, das seine Sache gut gemacht hat. Online live nachzuverfolgen war alles unter Facebook / werdedigital.

Meine Erlebnisse – jeweils ein Screenshot unter der laufenden Nummer am Ende des Beitrags:

  1. Anmelden. Um 16.30 Uhr war Einlass angekündigt. Raus aus der Studentenbetreuung und schnell das Headset umgehängt. Hach, pünktlich! Adobe Connect leider nicht. 5 Minuten rödelte es so vor sich hin. Neuer Versuch, nochmals Einstiegsseite. Na endlich! Kurzer Rundumblick auf dem Bildschirm. Sechs Fenster und eine Videoleiste mit 5 Lebendwesen. Okay, überschaubar. (Allerdings nicht für alle, wie sich später herausstellte.)
  2. Vorstellungsrunde. Linkes Fenster eine klare Aufforderung dazu im Header. Abfragehäkchen setzen im Fenster „Was erwartet ihr von diesem MOOC?“ 138 von derzeit 210 Teilnehmern (90,2%) möchten neue Tools kennenlernen. 125 (81,7%) wollen sich aktuelles Wissen über digitale Möglichkeiten holen und 116 (75,8%) erwarten Impulse für ein eigenes digitales Bildungsangebot. Die wenigsten (5,2%) möchten ihre eigenen Erfahrungen und Anliegen verbreiten. Ich nehme an, 5 von 8, die das angeklickt hatten, waren aus dem Moderatorenteam. Ein Häkchen war von mir ;-) Wie man sieht, ein Kurs eher für MOOC-Anfänger.
  3. Abfrage. Sie lautete: „Was wollt ihr jetzt in diesen max. 90 Minuten erfahren?“ Mein Vorschlag, der ein Handling der Lernunterlagen betraf, wurde (noch) nicht beantwortet. Passte womöglich nicht ganz zur allgemeinen Aufregung über das akute Webinargeschehen. Eine andere Frage, ob ich von der Session Screenshots machen und in meinem Blog veröffentlichen darf, fand schriftlich eine Zustimmung. Auch andere erhielten kurze Feedbacks per Chat und / oder per Video. Man versprach uns aber, es würden alle Fragen im Anschluss des Webinars aufgearbeitet werden. Die Texte werden ebenfalls gehostet.
  4. Chat. Es ging ein wenig durcheinander zwischen den an sich strukturgebenden Fenstern. Gut gedacht, doch von den Teilnehmenden nicht so ohne weiteres goutiert. Etliche waren überfordert. Später wurden Fenster weggenommen, was bei einigen für erleichterte Kommentare sorgte. Mein Vorschlag war: „Könnte man Chatbeiträge trennen in „Technisches“ und „Inhaltliches“? Na ja, wäre ein Versuch wert. Vielleicht greift man das auch auf, denn wenn zum x-ten Mal über den guten wie schlechten Ton gechattet wird, ist das nicht wirklich prickelnd. Muss aber auch sein, damit Neulinge wissen, dass grundsätzlich alles in Ordnung wäre und es möglicherweise am Endnutzer liegt.
  5. Eindruck. Nur wenige warfen das Handtuch – die einen aus Überforderung, die anderen aus Überdruss. Über Dreiviertel der Teilnehmenden blieben bis ins letzte Zeitdrittel. (16.30 Uhr: 152 | 16.40 Uhr: 216 | 17.00 Uhr: 243 | 16.45 Uhr zur Verabschiedung: 175). Ich selbst fand es nicht anstrengend, weil ich mich aufs Lesen konzentriert hatte und so manchem Link gefolgt bin. Von mir aus müssten Videos nicht sein, da bin ich wohl hoffnungslos „Old school“. Sie stören mich aber auch nicht sehr.
  6. Winke-Winke. „Sehr guter Gimmick zum Ende! Klasse! :D „ meinte bergmann. Und: „Das ist sehr schön, dass der EBmooc ganz viele Gesichter [hat]“ (Wilfried Frei). Was war geschehen? Wir wurden freigeschalten. Wer seine Kamera in Betrieb nahm, dessen Konterfei war zu sehen. Fröhliches Winken zum Ende und das Gefühl, als würde der Theatervorhang hochgezogen, und nicht wie sonst sich am Ende senken. Die Sorge der Moderatorin Birgit Aschemann war unbegründet. Nein, das Internet haben sie nicht damit kaputt gemacht!
  7. Schluss. Ob’s zum guten Ton gehört, sich aus dem Chat mit einem Gruß zu verabschieden? Irgendwie schon, denn auch, wenn’s „nur“ die Virtualität ist, ist sie im Realen verankert. Da gehört Höflichkeit einfach dazu. „Servus, Tschüssle und Ade“ – bis zum nächsten Erfahrungsbericht!

Fazit / Lessons Learnt:

  • Nicht oder schlecht funktionierende Technik bei einigen Teilnehmenden frustriert nicht nur die Betroffenen, sondern stört im Chatgeraune auch die anderen. Da heißt es, geduldig ertragen lernen.
  • Die Inhomogenität der Lernenden ist im virtuellen Raum genau so anspruchsvoll wie in Präsenzveranstaltungen. Toleranz und Nachsicht üben, mit sich und anderen.
  • Ich bin gelassener, wenn ich es mir als Konferenz vorstelle, offen und ohne Anspruchshaltung, mehr so als „Ich lasse mich überraschen“. Schwups, und schon sind ein paar interessante Goodies dabei. Ungeduldig und genervt fühle ich mich hingegen, wenn ich an die Zeit denke, die inhaltslos verrinnt. Nun, ich habe die Wahl der inneren Einstellung zu treffen. Und für dieses EBmooc bleibt’s dabei: Ich bleib dabei!

Vorsatz: Die von den Teilnehmenden genannten Tools näher unter die Lupe nehmen. Die Hausaufgabe der Woche, also das Quiz enträtseln.

Fußnote 68, oder: Lernziel versus Lernergebnis

Lerngruppe [Serie „Fortbildung Ältere“, Teil 4]¹

Ja, der Unterschied zwischen „Lernziel“ und „Lernergebnis“ ist klein, aber fein. Formulierungen zu Lernzielen weisen zumeist Inhaltsbeschreibungen auf, denen ein Satz wie „In diesem Kurs lernen Sie … kennen:“ vorausgehen kann. Das Ziel des Lernens muss unbestritten Eingang finden in die Beschreibung, doch ob man’s dann auch können „muss“, suggeriert in der Formulierungsweise „… können Sie …“ sei dahingestellt. Doch selbst Fachbeiträge, die eine Differenzierung der beiden Begriffe beabsichtigen, verwenden sie im Verlauf ihrer Erklärungen letztendlich doch selbst wieder anonymisierend: „Lernziele bzw. Lernergebnisse“.

Ich gebe unumwunden zu, ich habe eine Allergie gegen die Ausschreibungsformulierung Lernergebnisse (statt Lernziele) à la „Nach dem Seminar können Sie …“. Ein Beispiel dafür ist die ZBIW Köln, die das seit einigen Jahren so aufgrund Zertifizierungsvorgaben, dem Bologna-Prozess folgend, favorisiert und der ich als Referentin notgedrungen darin ebenfalls folgen muss … und Sie wissen, dass ich es nicht gerade bereitwillig tue ;-) . Ein Beispiel, leicht verändert:

Nach dem Seminar haben Sie viele neue Ideen für frische Texte und  große Lust zu schreiben, […] schreiben Sie schneller und sicherer.

Wer es verspricht, muss es halten!

Doch was, wenn das Ziel für den Teilnehmenden weiterhin nicht erreichbar ist, weil’s noch immer nicht schneller als sonst geht und die Lust nach wie vor ausbleibt? Dann lag’s am Lernenden, denn eigentlich wurde es ihm doch fest versprochen und es wurde im Vorfeld alles getan, dieses Versprechen zu halten. Jedoch: Der vielleicht jahrelange persönliche Kampf mit den Buchstaben wird bei vielen kaum innerhalb eines Tages gelöst werden können, dazu braucht es ausdauerndes Training. „Die sagen, man wird es danach können können … schluck … bin ich vielleicht zu blöd dafür?!“ Aber nein, keine Sorge, lieber Lernender. Du bist in Ordnung, lass dich nicht einschüchtern. Und hättest dich wohl weniger unzulänglich gefühlt, wäre die Formulierung gewesen: „Im Seminar erhalten Sie Tipps und Informationen, wie Sie schneller und sicherer schreiben lernen.“

Wer etwas verspricht, muss es halten. Druck wird also bei der Formulierung eines erwartbaren Lernergebnisses (nicht -ziel!) auf BEIDE ausgeübt, Lehrende wie Lernende. Wenn da mal nicht die große Lust wegbleibt!

Und nun komme ich endlich zur Bachelorarbeit von Annett Burkhardt², die mir eine hervorragende Steilvorlage für meinen Aufsatz zu Lernzielen versus Lernergebnissen geliefert hat. Sie griff nämlich im Kapitel 3.4 „Besonderheiten des Lernens Älterer“ (S. 24) genau dieses Thema auf.

In der Erwachsenenbildungsforschung finden sich verschiedene Konzepte zum Lernen Erwachsener. So sehen konstruktivistische Lernkonzepte in den Erwachsenen eine bereits fertige Struktur, in welche nur bedingt neues Wissen einfließen kann. Siebert beschreibt den Erwachsenen als ein in sich geschlossenes System [Fußnote 68]. Jeder entscheidet selbstständig, welche Informationen er aufnimmt und wie er sie verarbeitet. Nicht immer wird dann der vermittelte Lernstoff von den Lernenden so aufgenommen, wie es von den Lehrenden ursprünglich geplant war.

Jawoll! MEINE Lernenden dürfen sich aussuchen, was sie lernen wollen oder nicht. Ich biete etwas an, von dem ich glaube, dass es geeignet ist, sich selbst zu helfen, und zwar über den Seminartag hinaus. Ich zerkratze mir jedesmal die Tastatur, wenn ich gezwungen bin, großspurig zu verkünden: „DAS werden Sie können!“ Wie vermessen, arrogant, anmaßend, wie „Weisheit-mit-Löffel-gefressen-Stil“ das doch ist! Arrglll!

Kommen wir zur Fußnote

Burkhardts Fußnote 68: „Vgl.: Siebert: Theorien (2011), S. 90“ bezieht sich auf den renommierten Erwachsenenbildungsforscher Horst Siebert und seine „Theorien für die Praxis“ (3. akt. u. überarb. Aufl. Bielefeld : Bertelsmann, 2011). Die Subjektorientierung auf den einzelnen Lernenen kennzeichnete einen Paradigmenwechsel des 20. Jahrhunderts. Ich aber habe den Eindruck, wir kommen mit dem Festsetzen von „Sie werden … können“ bereits wieder ganz weit ab davon, zurück in die Zeit, als Lehrende kleine Könige waren, die einem sagen durften: „Und das hast du bis zum Ende der Stunde zu lernen, sonst …“ Ja, was sonst? Schlechte Beurteilungen von (freiwillig) Lernenden? Und das in Fortbildungen für Erwachsene? Bitte nicht! Oder schlechte Bewertung Lehrender? Können die tatsächlich immer etwas dafür, wenn einer, der ungern schreibt, dies trotz vollmundiger „Das werden sie danach können“ immer noch nicht besser kann? Fachkräftemangel wird verhindern, dass bald reihenweise Referent(inn)en arbeitslos werden, immerhin ein Trost.

Ein kleiner Blick in die Erwachsenenbildungsforschung soll meine „Flammrede“ abrunden, damit der Bildungskontext, in welchem ich persönlich mich zu bewegen beliebe, klarer wird.

Es ist aber mittlerweile durchaus Konsens, dass quantitative Methoden empirischer Sozialforschung bei Bildungsfragen eher einen rahmensetzenden, einordnenden Aussagewert haben, während das Verstehen und Begreifen individueller Handlungen den Wissenschaftskern ausmachen. Dies ist gemeint mit einer „Subjektorientierung“ in der Erwachsenenbildungsforschung, welche auf der unhintergehbaren Intentionalität der Lernenden wie der Lehrenden beruht, eingebunden in interaktionelle, institutionelle und systemische Kontexte. Erwachsenenbildung orientiert sich demgemäß sinnvoller Weise nicht an einem Verhaltens-, sondern an einem Handlungsparadigma, nicht an einer Bedingtheits-, sondern an einer Begründungsperspektive.³

Herausgegriffene Schlüsselaussagen sind:

„Intentionalität der Lernenden wie der Lehrenden“ = Das Seminarzielformulierung als Intention, über die wir zu einer Lerngemeinschaft zusammenkommen.

„[… ] orientiert [… ] nicht an einer Bedingtheits-, sondern an einer Begründungsperspektive.“ Bedingtheit wäre demzufolge „Das kannst du danach / hast du zu können“ und Begründungsperspektive „Dieses Ziel begründet dein Lernen / ermöglicht dir Wissen“.

Kann sein, dass andere diesen Unterschied nicht sehen oder sehen wollen. Mir persönlich scheint er entscheidend zu sein, mit welcher Intention ich mich auf Lernende einlasse – nämlich auf Augenhöhe, mit Respekt und Offenheit, mit Aufmerksamkeit und Achtsamkeit in Hinblick auf die ureigensten Lernmotivationen und -bedarfe und eben nicht auf das Erfüllen einseitig festgesteckter Ziele, die allesamt Makulatur sind, wenn wir sie jemanden als gegeben vorsetzen statt darüber zu verhandeln. Oder alltagstauglich ausgedrückt: Ich bringe gerne die Zutaten und Arbeitsgeräte für das Lernzielmenü mit und wir kochen das Süppchen gemeinsam, doch anschließend aufessen und verdauen, dass sei jedem selbst überlassen. Das, was sozusagen hinten heraus kommt, dafür bin ich nicht mehr verantwortlich zu machen. Genau das aber suggeriert die Formulierung von gesetzten Lernergebnissen meines hier reflektierten Eindrucks nach.

Vielen Dank an die Bachelorantin, die dem Anliegen (nicht nur älterer) Fortbildungswilligen mit Ihrer Arbeit erfreulicherweise das Wort gesprochen hat!

¹ Hintergrund zur Serie siehe unter Die Bedeutung von Fortbildungen für ältere Bibliotheksmitarbeiterinnen und -mitarbeiter …

² Burkhardt, Annett: Die Bedeutung von Fortbildungen für ältere Bibliotheksmitarbeiterinnen und -mitarbeiter am Beispiel der wissenschaftlichen Bibliotheken in Hamburg. Bachelorarbeit von Annett Burkhardt … im Studiengang Bibliotheksmanagement an der Fachhochschule Potsdam. 2015.

³ Peter Faulstich, Christine Zeuner: Entwicklung, Situation und Perspektiven subjektorientierter Erwachsenenbildungsforschung. (2011).

Niemand hat keinen Fortbildungsbedarf, doch viele einen hohen

[Serie „Fortbildung Ältere“, Teil 1]¹

Will meinen: Niemand wählte in der Umfrage² die Option „kein Bedarf“ an Fortbildungen aus. Hingegen gaben 67% der befragten³ älteren Mitarbeiter/innen zwischen 50 – 65 Jahren ihren Bedarf als „sehr hoch“ (26%)4 bzw. „eher hoch“ (41%) an.

Abbildung aus Bachelorarbeit Annett Burkhardt zu Fortbildungsbedarf älterer Mitarbeiter an BibliothekenAls Gründe, eine Fortbildung zu besuchen, wurde angegeben:

  1. Aus beruflichem Interesse (77%)
  2. Um neue Impulse für meine Arbeit zu bekommen (59%)
  3. Meine Stelle erforderte die Teilnahme (55%)
  4. Ein neues Projekt erfordert vorherige Fortbildung (25%)
  5. Auf Wunsch des Arbeitgebers (25%)
  6. Andere (Angaben: neue Technologien, neue Anforderung; Verbesserung der Kompetenzen; Zur Vorbereitung auf eine neue Stelle; ) (3%)

Rund 21% jedoch sind „unentschieden“ in der Beurteilung ihres Bedarfes. Das finde ich hochinteressant und überlege mir in der Art von Leitfragen, WARUM jemand unentschieden sein könnte:

  • Halten sie sich für zu alt, um noch einen Fortbildungsbedarf verspüren zu „müssen“?
  • Fühlen sie sich zu erfahren, um noch einen Mehrwert an Fortbildung erwarten zu können?
  • Sind sie bereits ausreichend und zufriedenstellend mit neuesten Informationen versorgt und daher unentschieden zu weiteren Fortbildungen?
  • Schätzen sie zwar ihren Bedarf an Fortbildungen als gegeben ein, haben jedoch schlechte Erfahrungen mit Fortbildungen?
  • Ist ein Fortbildungsbedarf zwar vorhanden, jedoch nicht das dazu (inhaltlich, zeitlich, finanziell …) exakt passende Angebot?
  • Verfolgen sie die neuesten Entwicklungen im Bibliothekswesen nicht und können daher ihren Fortbildungsbedarf schlecht einschätzen?
  • Kennen Sie die neuesten Entwicklungen, sind sich jedoch nicht sicher, ob sie für ihre spezifische Bibliotheksarbeit relevant genug sind?

Die Spurensuche zu einer Antwort führt über weiteren Fragestellungen der Umfrage.

  • „Konnten Sie das Gelernte in der täglichen Praxis anwenden?“

Lediglich 12% meinten, sie konnten „eigentlich nur wenig“ oder „so gut wie gar nichts“ an Gelerntem in der täglichen Praxis anwenden.

Damit ließe sich möglicherweise interpretieren, dass meine Leitfragen der Buchstaben a. bis c. eher nicht angebracht sind. Es sei denn für die 38 Umfrageteilnehmenden, die hier keine Antwort abgegeben hatten (TN ursprünglich n=124, zur Frage hier n=86), weil sie eben aus den genannten Fragestellungen heraus keine Fortbildung mehr besucht hatten.

  • „Haben Sie noch weitere Anmerkungen?“

Tatsächlich äußerte jedoch immerhin eine von 16 Teilnehmerin in den Anmerkungen: „ältere Mitarbeiterinnen haben viele Erfahrungen!“
Doch auch das Gegenteil wird bekundet: „Ich habe immer Spaß an Fortbildung gehabt, wundere mich aber immer wieder, wie wenig Interesse andere KollegInnen haben“.

So wissen wir also immer noch nicht genau, ob Alter und Erfahrung für immerhin ein Fünftel der Befragten zur Unentschlossenheit gegenüber ihres Fortbildungsbedarfes führten. Lassen Sie uns für die weiteren Leitfragen noch ein wenig in den Anmerkungen stöbern.

Eine heiße Spur zur Bestätigung meiner Leitfragen der Buchstaben d. bis e. sind folgende Anmerkungen in wortgekürzter Auswahl:

  • Wunsch nach mehr kleinpreisigen Fortbildungen. 3D-Drucker und Gaming brauche ich nicht
  • Vortragstempo zu langsam
  • In der Regel vom Niveau her eher niedrig
  • Allein mit Vorstellungsrunde etc. vergeht schon eine halbe Stunde, … von diesen Fortbildungen bin ich dann z.T. frustriert
  • Oft lag es an der Methodik, dass das Gewünschte nicht erreicht wurde
  • Themen eher wb-orientiert
  • berufsbezogene Kurse sollten vom Arbeitgeber vollständig finanziert werden
  • Erlernen neuer Dinge dauert mit zunehmenden Alter manchmal länger
  • In Fortbildungen wird nichts Neues gesagt oder nicht die erwarteten Aspekte
  • Für ältere Mitarbeiterinnen gibt es zu wenige Fortbildungen, um auf der Höhe der Zeit zu bleiben
  • Fehlendes Personalentwicklungskonzept, und somit sind bibliothekarisch fachliche Fortbildungen dienstlich nicht notwendig
  • Selbstverständnis der Bibliothek innerhalb einer Institution fehlt
  • Zu eingespannt, keine Zeit für Fortbildungen
  • Einzelkämpfer, keine Freiräume für Fortbildungen

Erhärtet werden einzelne Anteile daraus durch Antworten auf den Fragenkanon, unterschieden nach Veranstaltungsarten bzw. -orten: „In wie weit wurden Ihre Erwartungen an die Fortbildungsveranstaltung erfüllt?“ Hierbei verweise ich des Umfangs wegen auf die Bachelorarbeit selbst und stelle als schlechtestes Ergebnis lediglich heraus, dass die Erwartungen „eher nicht erfüllt“ wurden an den Bibliothekartagen. Burkhardt: „Der Bibliothekartag wirkt für die Teilnehmer unübersichtlich und wenig strukturiert“.

Eine weitere Spur findet sich in den 13 Antwortenden, die auf die Frage „Haben Sie neben den bereits genannten noch weitere Vorschläge zu Themen, die Sie interessieren?“ mit einer Vielzahl von Vorschlägen reagierten. Klare Ansage: „Wenn Mitarbeiterinnen nach mehrjähriger Erziehungszeit in die Bibliothek zurückkommen und eine völlig neuen Arbeitsplatz vorfinden, halte ich eine grundlegende Einführung und Einarbeitung für äußerst sinnvoll und wichtig.“ Der mit Abstand häufigste Bedarf … ach, das folgt in einem eigenen Beitrag, sonst wird’s hier zu lang.

Sehen wir uns zuletzt die Leitfragen f. und g. im Spiegel der nächsten Fragestellung näher an.

„Lernen außerhalb formeller Angebote: Wie oft nutzen Sie folgende Informationsmöglichkeiten?“

Die häufigste Informationsquelle ist das Intranet oder die Wikis der eigenen Einrichtung. „Das ist ein Hinweis darauf, wie hoch für die Mitarbeiter die Bedeutung des Wissensmanagements einer Einrichtung ist. Hier wird gezielt nach Informationen für die Lösung eines speziellen Problems gesucht“, so Burkhardt. „Weiterhin wird das Lesen von Fachzeitschriften […] angegeben. Mittels Suchmaschinen wird noch relativ häufig nach Informationen gesucht, das Lesen von bibliothekarischen Blogs und Artikeln findet ebenfalls häufig statt.“

Daraus leite ich wagemutig ab, dass die allermeisten sehr wohl aktuelle Entwicklungen im Bibliothekswesen zu erkennen vermögen – sofern die Fachzeitschriften als „aktuell“ zu bezeichnen sind, wovon auszugehen ist. Doch ob die Entwicklungen für die spezifische Bibliotheksarbeit relevant sind, das könnte eine Fortbildung klären. Doch nicht bei denjenigen, die diesen „unentschieden“ gegenüber stehen. „Auf Verdacht“ werden vermutlich die wenigsten Fortbildungen angeboten oder wird an ihnen teilgenommen. Dazu ist die Finanz- und Personaldecke denn doch zu dünn.

Mein Fazit:

  • Der Bedarf an Fortbildungen älterer Bibliothekskolleg(inn)en ist eher als hoch einzuschätzen.
  • Es fehlen jedoch inhaltlich, zeitlich und finanziell exakt passende Angebote.
  • Es wurden suboptimale Erfahrungen mit Fortbildungen gemacht.
  • Gleichwohl besteht hohes berufliches Interesse und der Wunsch nach Impulsen.
  • Die Erfahrungswerte, aber auch die Nicht-Erfahrungswerte (z. B. beim Wiedereinstieg) älterer Kolleg(inn)en ist Beachtung zu schenken.
  • Also im Grunde nichts Neues: „Die Teilnehmenden dort abholen, wo sie stehen.“ Anders gesagt: Bedarf genau ermitteln und bestmöglichst erfüllen. Punktum.

¹ Hintergrund zur Serie siehe unter Die Bedeutung von Fortbildungen für ältere Bibliotheksmitarbeiterinnen und -mitarbeiter …

² Burkhardt, Annett: Die Bedeutung von Fortbildungen für ältere Bibliotheksmitarbeiterinnen und -mitarbeiter am Beispiel der wissenschaftlichen Bibliotheken in Hamburg. Bachelorarbeit von Annett Burkhardt … im Studiengang Bibliotheksmanagement an der Fachhochschule Potsdam. 2015.

³  n=74 von bis zu 124 Teilnehmenden, die an der Umfrage bis zum Schluss dabeigeblieben sind.

4 alle Ergebnisse wurden von ursprünglich zwei Kommastellen kaufmännisch auf- bzw. abgerundet.

Übersicht der Blogbeiträge zur Bachelorarbeit Burkhardts:

  1. Niemand hat keinen Fortbildungsbedarf, doch viele einen hohen (diese Seite hier)
  2. Fortbildungsbedarfe in Bibliotheken
  3. Erfolgversprechende Meldung von Fortbildungsangeboten für Bibliotheken
  4. Fußnote 68, oder: Lernziel versus Lernergebnis
  5. Urschen nicht erfüllter Erwartungen an Fortbildung (1)
  6. Ursachen nicht erfüllter Erwartungen an Fortbildungen (2)
  7. Bachelorarbeit Annett Burkhardt zur Fortbildung Älterer in Bibliotheken

Umsetzungserfolge motivieren Lerngemeinschaft der FHP

FH PotsdamBegeisterter Forumseintrag einer Teilnehmerin der Fernweiterbildung Bibliotheksmanagement der Fachhochschule Potsdam:
Ich hatte mich ja darüber beklagt, dass in meiner Bibliothek so wenig umgesetzt wird … Ich habe meine Anregung / Wunsch an die Kolleginnen … weitergegeben, und siehe da: Heute kam folgende Mail: … [Mailtext].
Vielen Dank also für eure Anregungen und Motivationen, seine Wünsche und Vorschläge zu äußern, und das nicht nur in diesem Forum. Manchmal kann man doch was bewirken!
Ja, darauf können alle stolz sein, die der Kollegin auf unserer Moodle-Lernplattform zum Modul „Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising“ ihr Feedback gegeben hatten. Stolz kann natürlich auch besagte Teilnehmerin sein, dass es ihr gelungen ist, ihre Idee umzusetzen und sie sich nicht davon abbringen hat lassen.
Was kann es Schöneres für mich als Lernbegleiterin geben, als Aufgaben zu stellen, die nicht nur gelöst, sondern eben auch gelebt werden können.
Dem Erfolg voraus geht natürlich, dass die Lernplattform auch angenommen wird. Dieses fördere ich, indem manche Aufgaben nur dann als gelöst erklärt werden, wenn sie ins Forum gestellt und von zwei anderen Kursteilnehmenden besprochen werden. Natürlich erhalten auch die Feedbackgebenden (quantitative) Punkte für ihre Beiträge. Etwas Motivation darf schon sein.
Freudig und mit leuchtenden Augen stelle ich fest, dass weit über die geforderten Antworten hinaus – und oft noch, nachdem ich meine eigene Schlussbemerkung angebracht habe – weitere Feedbacks gegeben und eingehend miteinander diskutiert wird. Spannend zu lesen. Es ist schade, dass ich mich nicht zu allem einklinken kann und will, denn zugegeben – Lehrbeauftragte zu sein ist nun doch eher mit einem Ehrenamt vergleichbar, der über den Brotberuf quersubventioniert werden will.
Wie auch immer – eine voll bunter Ideen, Tipps und Ratschlägen gewinnbringende Lerngemeinschaft, wie Sie vorbildlicher und motivierender kaum sein kann.
Bitte eine Runde Schulterklopfen!

Wir Bibliothekswesen im Elfenbeinturm

ElfenbeinturmWenn’s um die deutsche Sprache geht, sitzen wir renommierten* Bibliothekswesen als Koryphäen* der Rechtschreibung definitiv* in einem Elfenbeinturm der Seriosität*. Verwöhnt von hinten bis vorne frönen* wir selig* eines adäquaten* schriftlichen Austausches, und selbst Inetbib-Postings werden zwar mit Abstrichen, doch insgesamt* und nach wie vor* exzellent* formuliert. Das ist für die Mehrzahl der Autoren* und Autorinnen obsolet*.

Von der noch immer nicht geklärten Genderschreibweise einmal abgesehen lernten wir, also die vor der Rechtschreibreform Geborenen*, ziemlich* fehlerfreies Schreiben bereits als Häkchen* und krümmten* uns beizeiten. Uns versucht man zwar so manches weiszumachen*, doch insgesamt* wissen wir immer noch* aus dem Stegreif*, ob die subtil* untergeschobene dilettantische* (oder nett gesagt, kreative) Rechtschreibung hanebüchener* Unsinn ist oder eben* doch die vermeintlich* geänderte (und insgeheim unsympathische* und daher verpönte*) richtige Schreibweise.

Generell fahre ich meine Ansprüche dementsprechend* weit herunter, sowie* ich Arbeiten jüngerer Kolleg(inn)en durchsehen oder korrigieren* soll und gerate kolossal* in Entzückung und Ekstase*, wenn’s lediglich die unendlich* falsch- bzw. gar nicht oder aufs geratewohl* katastrophal* platzierten* und den Text haltlos übersäten* Kommata sind.

* Um von meinem hohen Rentier* herab zu steigen, erweist sich die Duden-Liste der schwierigen Wörter als sehr hilfreich. Jedes Wort, welches hier in meinem Blogeintrag ein Sternchen erhielt, ist nämlich* dortselbst zu finden. Mir stockte der Atem, als mir gewahr wurde, wie leicht mir persönlich* doch das Schreiben zu fallen scheint. Anderen eben* nicht. Ich alter Griesgram* muss bloß* endlich* einmal* aufhören*, es als Ärgernis* wahrzunehmen* und stattdessen* und bis auf Weiteres* ein bisschen* mehr Toleranz* zeigen, eben* nicht nur bei potenziell* diffizilen* Wörtern, sondern auch bei Lappalien*. Diesen Schöner-Schreiben-Guerillakrieg* verliere ich ohnehin.

Ach, ich glaube, ich genieße* das Lockerlassen ohne Weiteres*! Dann fällt zumindest* mein stringent* falsch geschriebenes „geradewohl“  voraussichtlich* und hoffentlich* kaum auf.

Willkommen* im Burgverlies* der deutschen Sprache, zieht euch warm an!

Warming-up mit der G7

Fachhochschule PotsdamKeine Sorge – nach der eher verhalten erfolgreich eingeführten  G8 wird es nicht auch noch eine G7 geben. Es handelt sich vielmehr um das Kürzel des Wahlmoduls „Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising“ im berufsbegleitenden Fernweiterbildungsgang Bibliotheksmanagement. 11 Teilnehmende und ihre Lernbegleiterin (Dozentin) Ilona Munique – wir hatten bei gefühlt 15° Grad einen wahrhaft warmen Start am 22. November 2016 in der der Fachhochschule Potsdam.

FHP-Teilnehmende G7-W04Ich hoffe, dass wir weiterhin Wohlfühltemperaturen miteinander erleben  und sich das Interesse fürs Thema bis in den Mai hinein nicht abkühlen wird. Sei es mit spannenden Antworten auf die in die Lerneinheiten eingestreuten Fragen und Gedankenimpulse oder mit inspirierenden Feedbackantworten und nachfolgend erkenntnisreichen Hausarbeiten. Gefriergetrocknetes Fachwisseninput war gestern, kolaborative Erkenntnissuche hat einfach höhere Chancen auf Wiederverwertbarkeit.

FHP-Teilnehmende G7-W04Ja, ich freue mich auf den neuen Kurs und erhoffe mir viele Aha-Effekte und freudiges Staunen vor meinem Bildschirm-Cockpit in Bamberg und bei den Teilnehmenden in Nord-Ost-Süd-West.

Let’s start und viel Erfolg uns allen!

P. S.: Wieder viel die Mehrheitsentscheidung für Sponsoring statt Crowdfunding.

P. P. S.: Diesmal mit 7 Teilnehmenden mehr ÖB-ler als WB-ler im Kurs.

P. P. P. S.: Ich habe den Eindruck, Moodle macht sich. Danke an das Technik-Team der FH!